Hundemarke

2011031-01Mein mir rechtmäßig Angetrauter ist immer so besorgt um mich, was ihn natürlich ehrt. Ständig fürchtet er, dass ich bei meinem morgendlichen Lauftraining zu Schaden kommen könnte. Dabei bin ich doch erst einundvierzig, und in jungen Jahren hat mir eine mir nicht ganz wohlwollende Anverwandte mal ein sehr langes Leben prophezeit, denn „der Teufel hat solche Angst vor dir, der wird es so weit wie möglich rausschieben, bis du zu ihm kommst.“ Na, schönen Dank aber auch!

Am meisten missfällt meinem Mann, dass ich grundsätzlich nur meine Schlüssel mitnehme und vor allem das Phone zuhause lasse. Das ist mir wichtig. Diese eine Stunde, in der ich meine zehn bis vierzehn Kilometer laufe, ist meine Stunde. Ich will für niemanden erreichbar sein, ich will nicht mal mitkriegen, wenn jemand versucht, mich zu erreichen. „Aber wenn du mal im Wald einen Unfall hast und bewusstlos bist…“ – „… soll bitte wer den Rettungsdienst rufen? Die Eichhörnchen?“

Diese Logik hat er durchaus eingesehen, dann aber drauf bestanden, dass ich mein Portemonnaie mitnehme. Wegen dem Personalausweis. Doch auch das ging nicht, weil meine Trainingsplünnen keine Taschen haben und ich mich schlichtweg weigere, mir so eine pottenhässliche Kängurutasche um die Taille zu binden.

Endlich hat sich eine Lösung gefunden. Mein Mann ist ein wirklich geschickter Handwerkler und Bastler. Darum hat er mir aus einem alten Stück Leder eine kleine Tasche genäht, die ich an einem Halsband hängend mitnehmen kann. Darin befindet sich ein kleines laminiertes Kärten, auf dem sich neben einem Foto von mir und Angaben zur Person (Name, Adresse, Blutgruppe, Allergien) auch die Anweisung „Bitte verständigen Sie im Notfall…“ findet sowie eine Verfügung, wie bei Herz-/Atemstillstand (Reanimation ja oder nein) mit mir umzugehen ist.

Heute bin ich zum ersten Mal mit diesem Ding um den Hals auf der Piste gewesen. Und was soll ich sagen – es läuft sich irgendwie entspannter damit. Safety First! Aber wehe, es kommt jetzt jemand auf die Idee, mich wegen dieser Hundemarke Rin Tin Tin zu nennen…

Fanclub? Nein, danke!

20141029-01Gestern Abend bin ich bei Facebook eingeladen worden, Mitglied der Fangruppe eines britischen Künstlers zu werden, den ich sehr schätze. Ich habe abgelehnt. Das journalistische Trara der letzten Tage nach der Parodie auf eine bekannte Sängerin durch die Komikerin Carolin Kebekus hat mich daran erinnert, warum ich selber jegliche Aktivitäten als organisierter Fan komplett eingestellt habe.

Fan zu sein ist eigentlich ganz schön. Man hat etwas, das einem Freude bereitet, und kommt darüber hinaus noch in Kontakt mit anderen Menschen, die ähnlich empfinden. Problematisch wird es oft erst, wenn das Ganze organisierte Formen annimmt. Ich war selber jahrelang Mitglied eines Fanclubs einer international bekannten Sängerin, hab’s bis zum stellvertretenden Vorsitzenden gebracht mit allem Drum und Dran, vor allem ganz viel Fanbetreuung.

Zu Anfang hat es sehr viel Spaß gemacht, doch irgendwann mehrten sich die Fans, denen jedes gesunde Maß fehlte, die den Star auf einen so hohen Sockel stellten, dass es an Götzenverehrung erinnerte.

Solche Fans sind beängstigend. Jede Kritik ist bei ihnen verboten. Dabei ist konstruktive Kritik doch genau das, was jeden Menschen wachsen lässt. Doch in den Augen dieser Fans ist alles von „ihrem“ Künstler ab-so-lut per-fekt. Dass der Star sich hingegen bei Meet & Greet-Veranstaltungen öffentlich dankbar für Kritik zeigt und dafür, wenn nicht zu allem „Ja und Amen“ gesagt wird, interessiert diese Fans nicht. Für sie ist Star X gottgleich und somit unfehlbar.

Zudem bekommen diese Fans nie genug, verlieren jedes Augenmaß für eine gesunde Distanz. Da ist zum Beispiel die ständige Forderung nach Songmaterial, das seit Jahren unveröffentlicht in den Archiven ruht. „Das ist er/sie uns schuldig! Ohne uns wäre er/sie nix geworden!“

Entschuldigung, aber ein Star schuldet seinen Fans nichts. Rein gar nichts. Klar, die Entscheidung für eine solche Karriere in der Öffentlichkeit ist freiwillig und die Fanbegeisterung trägt den Star. Trotzdem bringt sie eine Menge Verzicht mit sich, wenn besagter Star für die Fans Woche um Woche auf Tour, im Studio, in TV-Shows verbringt, ständig im Fokus der Allgemeinheit und keinen Atemzug tun kann, der nicht beäugt und kommentiert wird. Insofern sind die Fans in der Schuldnerposition – ihre Forderungen sind irrelevant, vielmehr schulden sie ihrem Star den Respekt vor dessen Entscheidungen.

Eine solche Ansicht sollte man nicht offen aussprechen, wenn man in einem Fanclub aktiv ist. Denn dann kann ein Sturm losbrechen, gegen den die Reiter der Apokalypse wie kalifornische Men Stripper daherkommen. Von ABBA über Helene Fischer und Madonna bis ZZ Top: Es zieht sich durch alle Äras und Musikstile – und betrifft neben Musikern auch Schauspieler, Schriftsteller, Fußballer, Fußballvereine, Adelshäuser, die Fantasywelt von Harry Potter und Herr der Ringe… Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.

Mir kommt gerade eine Szene aus The Golden Girls in den Kopf: Dorothy ist wegen einer unpassenden Bemerkung aus Blanches Elvis Presley-Fanclub geworfen worden. Blanche rät: „Vielleicht solltest du dir eine Gruppe suchen, die etwas weniger fanatisch in ihrer Ergebenheit ist“. Darauf Dorothy: „Wie was, Blanche? Die PLO?“

Genau so habe ich mich in meinem Fanclub kurz vor dem Ausstieg auch gefühlt. Beschimpfungen, Verleumdungen und was weiß ich noch alles von seiten dieser Über-Fans vergifteten zunehmend das Klima. Fan = Fanatismus. Hier stimmte es, und es hat mir wirklich Angst bereitet. An diesem Punkt konnte ich nur aussteigen. Das Geschehene hat meine Einstellung zum Fan-Sein vollkommen verändert. Ich höre „meine“ Künstler nach wie vor gerne, doch mich nochmal fanmäßig organisieren?

Im Leben nicht.

Zwei Beobachtungen…

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… bei einem kurzen Besorgungsgang downtown:

1. Auf dem Marktplatz wird bereits wieder der größte Weihnachtsbaum der Welt das alljährliche Riesen-Adventgesteck aufbaut. Es geht auf Weihnachten zu.

2. Es ist Ende Oktober, die Sonne scheint, wir haben 19° und ich bin ohne Jacke, dafür aber im T-Shirt unterwegs.

Die zweite Beobachtung ist mir die eindeutig sympathischere.

Häppchenweise

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Moin! Zum Wochenende einfach mal wieder eine Häppchensammlung mit schönen Sachen, quasi als mentaler Aperitif.

Zitat-Happen

Ein Lächeln ist eine Kurve, die alles geraderückt. (Phyllis Diller)

Erinnerungs-Happen

Hamburg, Juli 2014. St. Pauli Landungsbrücken, Brücke 3. Blick auf die Elbe. Auf dem Strom zieht der Touristendampfer Louisiana Star auf Hafenrundfahrt vorbei. Hinter mir ein paar Touristen aus den US-Südstaaten, der Southern Drawl-Akzent, dickflüssig wie Schiffsdiesel, ist unverkennbar: „Whoay dou thaey imaytayte awr Missussipay-Staemurrs? Dair’re nawt even frum hair. Dis is sawch bullshet.“

Musik-Happen

Es lässt sich nicht leugnen: Das sommerliche Wetter ist ebenso vorbei wie das Goldene am Oktober. Zeit, die Sommerplaylist und die Sommeralben vom Smartphone runterzuschmeißen und das Winterrepertoire zusammenzustellen. Die ersten Album-Kandidaten: Billy Idol: Kings & Queens of the Underground – Mando Diao: Infruset – Garou: Version Intégrale – Minnie Driver: Sea Stories – Noa: Love Medicine – Curtis Stigers: Secret Heart – Rasmus Walter: Lige her, lige nu [Akustisk].

Unterwegs aufgeschnappt-Happen

Heute Morgen beim Edeka an der Kasse, die Kunden hinter mir: „Wollsse schomma bein Bäcker gehn, Küchsken für gleich nache Omma holn?“ Das kann man nicht mal mehr mit dem Urtümlichen eines Dialekts schönreden. Das tut einfach nur körperlich weh…

Freuden-Happen

Die Jahresabrechnung für Strom und Gas hat uns eine ordentliche Rückzahlung beschert. Schön, wenn die ergriffenen Maßnahmen was bringen und man so etwas Geld für den nächsten Urlaub zurücklegen kann.

Literatur-Happen

Ich liebe die plattdeutschen Kurzgeschichten von Matthias Stührwoldt. Witzig, bodenständig, ehrlich und ganz oft zu Herzen gehend. Den noch fehlenden älteren Band Gassi gahn und das gerade neu erschienene Buch Dat meiste geiht doch vörbi habe ich heute beim Bücherhöker meines Vertrauens bestellt und kann es morgen abholen. Lesestoff fürs Wochenende: Check!

Wochenendglückseligkeits-Happen

Mein Mann hat sich mal wieder selbstgebackene Franzbrötchen gewünscht. Wer kann bei diesem lieben Blick schon „Nein“ sagen?

Erkenntnis-Happen

Auch, wenn man sein altes eMail-Postfach schon über ein halbes Jahr nicht mehr nutzt, es aber aus Kündigungsfristgründen aber noch existiert, sollte man immer wieder mal reingucken – es könnte sich doch noch mal eine wichtige Nachricht anfinden…

Dumm gelaufen-Happen

Wochenausklangs-Latte Macchiato im Lieblingscafé. Der Gemahl hat einen Arzttermin, also gehe ich ausnahmsweise allein. Am Tisch gegenüber attraktive Frau von Anfang dreißig. Sie baut Blickkontakt auf, lächelt mir immer wieder zu. Kurz: Sie flirtet. Schmeichelhaft, aber aus bekannten Gründen sinnlos. Ich lächle bedauernd, halte die rechte Hand hoch und deute auf mein Rainbow-Armband. Sie versteht, doch statt die Sache mit Humor zu nehmen, wirft sie mir böse Blicke zu und einen Geldschein auf den Tisch und stapft wütend raus. Tja, wir sind wohl doch Ganoven…

Schönes Wochenende!!!

Vergebliche Liebes(?)-Müh

20141022-01„Eine großbrüstige Zigarrenraucherin mit einem Lederfetisch will dich treffen“, verspricht mir die Betreffzeile der eMail von Ranjid, gesendet um 2:53 Uhr. Die von Joe um 3:46 verheißt eine „wolllüstige MDIGMFW (Slang für Muddi, die ich gerne mal f#*$§ würde), die meinen Riemen reitet“. Und Lynn will mich um 4:17 Uhr unbedingt kennenlernen, weil ihr meine Beule aufgefallen ist. Elf weitere eMails mit Betreffzeilen dieses Tenors haben sich noch in der selben Nacht angesammelt. Was schon in der deutschen Übersetzung furchtbar vulgär klingt (obwohl bereits dadurch entschärft, dass ich nicht wörtlich und vollständig übersetzt habe), hört sich im englischen Original auch nicht besser an, und ich kenne weder Ranjid, Joe und Lynn noch die anderen Absender.

Schützen kann man sich vor dieser Spam-Belästigung nicht wirklich, denn auch wenn man kein Kunde von Seiten ist, die FKK-Filmchen mit willigen Frauen anbieten (was in meinem Fall aus naheliegenden Gründen eine absolute Geldverschwendung wäre), haben die Versender dieser Massenmails Mittel und Wege, um an potenzielle Empfänger zu gelangen. Professionelle Adresshändler, selbst angezapfte Datenbanken – man kennt das aus einschlägigen Verbrauchersendungen. Und die Techniken, um Spamfilter zu umgehen, werden immer raffinierter.

Für die meisten von uns Internetusern ist diese Spamflut hauptsächlich nervig – gäbe man mir für jede Minute, die ich seit dem ersten Tag mit einem eMail-Postfach damit verbracht habe, Spam-Mail zu löschen und die Absender zu blockieren, auch nur einen einzigen Euro, hätte ich längst meine Traumwohnung in Hamburg (Hafenlage, Altbau, 3. Stock, Blick auf die Cap San Diego, direkt vor meinem Wohnzimmer führt die Trasse des Hochbahnviadukts vorbei) und ein Segelboot auf der Alster.

Für eine Handvoll User wird diese Spamflut jedoch zum handfesten Problem – nämlich dann, wenn sie auf die Versprechungen der Betreffzeile reinfallen, die Mail öffnen und dann noch den enthaltenen Link oder die beigefügte Anlage öffnen. Virus, gekaperter Rechner, Abofalle, Geldforderung, womöglich ist ein komplett neuer Rechner fällig – auch das kennt man aus zahlreichen Warnungen.

Faszinierend und erschreckend mutet in diesem Zusammenhang an, wie lohnend es für die Cyberkriminellen weiterhin zu sein scheint, dass unter tausenden völlig sinnlos ausgworfener Angelhaken wirklich immer noch genügend dabei sind, an denen die Fische anbeißen. Eigentlich müsste die Masche längst entsetzlich abgenutzt sein, die Warnungen so oft ausgesprochen, dass sie überflüssig sind.

Und überhaupt: Globalisierung schön und gut, aber wer hier in Deutschland ist wirklich so international vernetzt, um mit einem Absender, der sich einfach nur Jonathan, Ryūsei oder eben Ranjid nennt, auf so vertrautem Fuße zu stehen, dass er mit ihm eindeutige Filmchen und Fotos teilt? Über Facebook vielleicht, aber über die strunznormale und im WhatsApp-Zeitalter fast schon völlig veraltete eMail? Welcher der älteren Internetuser kann außerdem die englische Betreffzeile verstehen mit Ausnahme des Wortes aus dem 19., dem 5. und dem 24. Buchstaben des Alphabets?

Wäre da eine Renate mit einem „Apfelkuchenrezept von Oma“ da nicht ein viel effektiverer Köder? Oder ein Max mit seinem „Supertip, um beim Tanken zu sparen“? Doch nein, Sex sells scheint nach wie vor die Masche zu sein, um besonders Männer in die Internetfalle zu locken.

Verflixt, wie komme ich gerade auf dieses Thema? Ach ja, weil ich grade wieder mal in meinem eMail-Postfach einige verlockende Angebote (diesmal von Ruby, Amber und Samantha) gelöscht habe. Zum anderen, weil ich vorhin bei Facebook folgenden Spruch gelesen habe: „Der Cup-Hodenschutz wurde beim Hockey 1874 eingeführt, ein Helm erstmals im Jahre 1974. Das heißt, Männer haben nur 100 Jahre gebraucht um realisieren, dass das Gehirn auch wichtig ist.“

Honi soit qui mal y pense!

Throwback Thursday: 1964

20141016-01Heute ist es auf den Tag genau 50 Jahre her, seit sich eine britische Sängerin ins Aufnahmestudio begab, um das Lied aufzunehmen, das eigentlich ihre Abkehr vom Gesang in der Muttersprache markieren sollte. 1961 hatte sie noch mit Sailor, der englischen Coverversion des deutschen Schlagers Seemann, deine Heimat ist das Meer von Lolita einen Platz-1-Hit feiern können, doch fast alle danach erschienenen Singles waren im Vereinten Königreich Flops gewesen.

Dafür waren in Kontinentaleuropa ihre Singles in deutscher, französischer, italienischer und spanischer Sprache so erfolgreich, dass die Sängerin beschloss, dem englischen Sprachraum den Rücken zu kehren und künftig nur noch von Paris aus zu arbeiten, wo sie ohnehin seit ihrer Hochzeit mit einem französischen Musikmanager die meiste Zeit des Jahres lebte.

Eine Abschiedssingle sollte es aber für England noch geben: Anfang Oktober 1964 hatte sich die Sängerin in ihrer Londoner Wohnung mit dem Komponisten und Arrangeur Tony Hatch getroffen, der ihr seine neuesten Kompositionen vorspielte. Keine davon konnte die Sängerin überzeugen. Schließlich spielte Hatch ihr eine noch unvollendete Melodie vor, die eigentlich für die US-Gruppe The Drifters bestimmt war, doch hier horchte die Sängerin auf. Sie bat Hatch, das Lied fertigzustellen, sie würde es aufnehmen.

Am 16.10.1964 war es soweit: Das Lied wurde aufgenommen. Dreimal, Aufnahme #2 fand schließlich den Weg in die Veröffentlichung. Das Ende der englischen Karriere war damit über Nacht vom Tisch: Platz 2 in Großbritannien, mindestens Top Five in unzähligen Ländern auf dem ganzen Globus und – noch viel wichtiger – Platz 1 in den USA, gefolgt von einem Grammy für die beste Rock ’n‘ Roll-Nummer des Jahres. Noch vor den Beatles führten Sängerin und Lied die British Invasion auf die US-Charts an. Vom europäischen Regionalstar zur Weltkarriere.

Das Lied hieß Downtown, die Sängerin Petula Clark.

Fünfzig Jahre später hat Downtown seinen Platz in der Popmusikgeschichte sicher. Es ist unzählige Male gecovert worden, Samples aus der Originalaufnahme werden in andere Songs eingebaut und auch Petula Clark selbst hat der Musikwelt immer wieder neue Variationen geschenkt. Die jüngste stammt von Anfang 2013. Statt wie etwa in den Versionen von 1976 und 1988 nur das Original zu zitieren, ist ihr mit der Version von ihrem 2013er Album Lost In You eine komplette Neuinterpretation entstanden, die – wie die Künstlerin selbst in diversen TV-Interviews erklärte – das zentrale Thema des Liedes erstmals unterstrich statt zu überspielen. Und sie hat recht – wenn man sich einmal auf den Text konzentriert, ist Downtown ein Lied, in dem es um tiefe Einsamkeit geht und die Hoffnung, diese hinter sich zu lassen. Die Originalversion von 1964 mit dem für die British Invasion typischen schnellen, wuchtigen Beat-Arrangement zeigt eine „Erzählerin“, die den Schmerz versteckt und überspielt. Die hauptsächlich von Akustikgitarren und Streichern getragene Balladenversion von 2013 lässt den Schmerz hingegen zu und zeigt weniger Optimismus im Hinblick auf dessen Vergänglichkeit. Vielleicht passt es auch deswegen so gut in unsere heutige, von teilweise selbt erschaffener Isolation durch Versinken in den Social Networks geprägte Zeit.

Welche der zahlreichen Versionen von Downtown man nun auch bevorzugen mag – es zeigt, dass es Tony Hatch und Petula Clark gelungen ist, ein wirklich zeitloses Musikstück zu schaffen, das sicherlich auch noch weitere fünfzig Jahre lang begeistern wird.

Ich packe meinen…

20141014-01… Rucksack und nehme mit: Meine Schreibmappe, was zu trinken, ein paar Möhrchen zum Knabbern und eine Wolldecke. Damit gehe ich in den nahegelegenen Park und verlege die Wortpüttscherei nach draußen. Und auf dem Rückweg werde ich mir noch einen Espresso in meinem Lieblingscafé gönnen.

14. Oktober, 22° Celsius und ich laufe in Shorts und T-Shirt rum – es wäre Sünde, sich an diesem Tag selbst im Büro einzusperren.

Ich bin dann mal weg…

Zu dir oder zu mir?

????????????????Wenn ich an einem Morgen mitten im Oktober wach werde, mir die Bettdecke zuviel ist, ich völlig verschwitzt bin und tierische Kopfschmerzen habe, dann ist der Grund dafür weder leidenschaftlicher Matratzen-Mambo noch eine durchzechte Nacht noch eine heftige Erkältungsattacke. Mein Mann hat lediglich die Heizsaison eröffnet.

In nichts sind mein mir Angetrauter und ich so inkompatibel wie im winterlichen Heizverhalten. Ich vermute, dass ich irgendwo einen Polarfuchs im Stammbaum sitzen habe oder mein wahres Sternzeichen Eisbär, Aszendent Pinguin ist. Mir reicht nämlich eine Zimmertemperatur von etwa 17, 18 Grad Celsius in der Bude vollkommen aus. Wenn mir doch mal kalt ist, ziehe ich einfach dickere Plünnen über. Was natürlich etwas widersprüchlich ist, wenn man bedenkt, dass ich im Sommer erst bei Shorts-Flipflops-T-Shirt-Wetter mit Temperaturen ab 25 Grad so richtig aufblühe. Doch in freier Abwandlung von Lady Grantham aus Downton Abbey: „I’m a gay, and I can be as contrary as I choose.“

Wie dem auch sei, ich hasse künstlich von der Heizung erwärmte Luft wie die Pest. Ich komme mir dann immer vor, als würde man mich in eine Zwangsjacke stecken, die jemand aus auf doppelte Leistung gepimpten Heizdecken zusammengeklöppelt hat.

Anders mein Mann, dem kann es gar nicht muckelig genug sein. Wenn’s nach ihm ginge, würde unsere Heizung den Winterreifen folgen – aktiv von O bis O, von Oktober bis Ostern.

Dank so konträrer Bedürfnisse geht es bei uns schon mal recht frostig zu, selbst wenn das Thermometer anderes behauptet.

Die verschiedenen Bedürfnisse bei der Raumtemperatur haben natürlich auch Auswirkungen auf die Körpertemperatur. Behauptet zumindest mein Mann. Und so muss ich nach sechzehn Jahren in einer gemeinsamen Wohnung tatsächlich immer noch das Zu dir oder zu mir-Ritual durchlaufen, das doch eigentlich nur Bestandteil der ersten zwei, drei Dates ist:

„Kommst du noch zu mir zum kuscheln?“ – „Kuscheln ja, aber bestimmt nicht in deinem Kühlhaus. Und erst recht nicht, wenn unter der Bettdecke deine Füße warten, mit denen du Sauerkraut schockfrosten kannst!“

Pure Einbildung! Kein Zweifel möglich. Ich meine, wenn mir nicht kalt ist, wie kann ich da kalt sein? ‚N büschen frisch vielleicht…

Inzwischen haben wir die Sache ein wenig geregelt: Mein Zimmer, in dem mein Schreibtisch und mein Bett stehen, wird nur dann geheizt, wenn ich es will (also so gut wie gar nicht), im Rest der Wohnung ist mein Mann der Gebieter über die Thermostate an den Heizkörpern. Da soll noch mal einer behaupten, die wahre Macht in einer Familie liegt bei dem, der die Kontrolle über die Fernsehfernbedienung hat.

Über den Tellerrand geschaut (4)

2014-10-11-01Fundstücke aus anderen Blogs – Heute: Little Wittys

Ein Blog, dem ich seit einiger Zeit mit größtem Vergnügen folge, ist Little Wittys. In der Welt der kleinen Kritzelbildchen finden sich wunderschöne vom Moment inspirierte Zeichnungen, die in der Tat witty, also englisch für geistreich daherkommen.

Doch sie sind mehr als nur geistreich. Sie sind anrührend, lustig, poetisch, be-zaubernd, ver-zaubernd, übermütig, nachdenklich, aufmunternd, charmant, herzlich… Ich könnte die Reihe endlos fortsetzen und würde es doch nicht ganz mit Worten treffen. Auch ein Wortpüttscherer stößt mal an seine Grenzen. Vor Begeisterung, wohlgemerkt, „und das freut ein‘ denn ja auch“, wie der Hamburger Heimatdichter Arnold Risch immer zu sagen pflegte.

Gestern gab es bei den Little Wittys ein Rätsel in der Reihe Wer bin ich, und meine Wortpüttscherer-Wenigkeit war derjenige, der dieses Rätsel gelöst hat. Gewonnen habe ich dafür mein eigenes Witty nach einem von mir vorgegebenen Stichwort. Ich danke ganz, ganz herzlich für dieses Little Witty. Wer es sich anschauen möchte, kann das -> hier tun. Aber bitte nicht nur bei diesem Witty verweilen, sondern sich einfach mal durch den ganzen Blog durchklicken und sich von den Little Wittys verzaubern lassen. Es lohnt sich!

Schönes Wochenende!

 

Man gönnt sich ja sonst nichts

20141008-01

Erinnert sich noch jemand an die guten alten Butterschiffe? Das waren meist alte Seebäderdampfer, die ursprünglich als schwimmende Reisebusse erbaut worden waren, um Sommerfrischler zu ihren Zielen an Nord- und Ostsee zu bringen. Später hat man dann einen Salon an Bord zum Supermarkt umgebaut, in dem es zollbefreit Alkohol, Kaffee und die namensgebende Butter zu erwerben gab. Die Gänge waren so schmal, dass die Kunden nur im Gänsemarsch durchgeschleust werden konnten und man mehr als einmal versucht war, sich zu seinem Hintermann umzudrehen, um ihm vertraulich-verführerisch zuzuraunen: „Wenn du noch näherkommen willst, Schätzchen, ziehste aber vorher bitte ’n Kondom über, hm?“

In unserem Quartier gibt es einen Supermarkt, der in einigen Ecken an diese Zeiten zurückerinnert, und wenn man es eilig hat, ist es bisweilen etwas nervig, dass man sich nach dem Tempo der Kunden vor einem zu richten hat, bis der nächste Quergang die Flucht ermöglicht. Manchmal bietet es aber auch faszinierende Studien der menschlichen Natur.

Gestern musste ich in der Gemüseabteilung hinter einem Studentenpärchen hertrippeln, das sich sehr über die Warenpräsentation echauffierte. „Schau mal – Äpfel in Plastiktüten, um Gottes Willen!“ – „Sergio, hast du das gesehen? Keine Biomilch in Pfandflaschen!“ – „Das Fleisch nicht in Recycling-Pergament! Und fair gehandelt ist es auch nicht!“ – „Der Laden ist eine einzige Umweltsauerei, Katrin! Wenn wir es nicht so eilig hätten, um pünktlich zum Salsa zu kommen, würde ich sagen, wir lassen das und gehen in unseren Bioladen!“

So ging das fast zehn Minuten, bis ich endlich türmen konnte.

An der Kasse hatte ich die beiden wieder vor mir.   Sie hatten drei Strangen Porree (immerhin mit einer Hanfstrippe zusammengebunden) und zwei Gurken im Einkaufswagen. Offenbar die einzigen Waren, die Gnade vor ihrem politisch korrekten Gewissen gefunden hatten.

Ach ja, und Kaffee hatten sie gekauft.

In Alukapseln.

Die hohe Kunst der Selbstblockade

Genau neun Monate nach dem hohe Wellen schlagenden Coming out von Thomas Hitzlsperger ist anscheinend wieder Ruhe bei bei allen Beteiligten eingekehrt. Business as usual scheint wieder an der Tagesordnung zu sein: Bunte Aktionen bei CSD-Paraden und eher nüchterne Dinge wie Talkshowauftritte der „üblichen Verdächtigen“. Ab und zu erreicht ein Musikvideo etwas mehr Aufmerksamkeit, wird wie geschnitten Brot im Social Network angepriesen und alle weisen darauf hin, wie wichtig das Video sei, man es unbedingt teilen müsse und wie schön es wäre, wenn der im Song angesprochene Tag doch endlich kommen würde. Dazu ganz viele „Likes“ bei Statusmeldungen mit Solidäritätsbekundungen. Dabei bleibt es dann meist auch.

Kürzlich gab es einen Handlungsstrang gegen Homophobie und homophobe Lehrpläne in der ältesten deutschen Daily Soap, doch wo ist das hauptsächlich zu finden gewesen? Auf den Fanseiten der Daily Soap an sich, und ich hab’s in Just Dave’s Blog gefunden. Aber dort, wo sonst auch über diese Sendung gesprochen wird, z. B. auf den Startseiten von eMail-Providern, die sich hauptsächlich über Werbung und Klatsch aus gerade solchen TV-Sendungen finanzieren und wegen ihres Gratiszugangs entsprechend viele Menschen ansprechen, war nichts zu lesen. Selbst wenn man es im Nachhinein per Suchmaschine ausfindig machen will, ist die Ausbeute eher dürftig.

Schade, dass auch die schwule „Gemeinschaft“, die den Schritt von Herrn Hitzlsperger so kontrovers diskutiert und somit das Generalthema eine Zeit lang lebendig gehalten hat, wieder so leise geworden und vielerorts in ihre alten Muster zurückgefallen zu sein scheint. Selbst von der vor fünf Monaten nach ihrem Sieg beim ESC noch als Galionsfigur gefeierten Conchita Wurst wird nicht mehr soviel gesprochen.

Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis wir im Zeichen des Regenbogens wirklich so in der Gesellschaft angekommen (nicht assimiliert!) sind, dass wir nur noch auffallen wie das Wappentier der ostfriesischen Nationalflagge*.

Das Problem ist bisweilen hausgemacht: Bereits zum diesjährigen Hafengeburtstag in Hamburg habe ich mich gewundet, warum es eine gesondert abgeteilte Gay-Area geben sollte. Auch zum unlängst zu Ende gegangenen Oktoberfest in München häuften sich in der „Community“ wieder die überschwänglichen Bekundungen, wie sehr man sich auf den reinen Gay-Abend freue.

Rufe nach Akzeptanz, Gleichberechtigung, Integration und Toleranz also hier, genussvoller Verzehr von Extrawürsten aber dort…? Da suche ich die Sinnhaftigkeit und frage mich, was hinter dem Enthusiasmus für rein schwule Areas auf Hafengeburtstag, Oktoberfest und was es sonst noch an großen Volksfesten gibt, steckt. Selbstbetrug? Angst vor der eigenen Chuzpe? Das blinde Auskeilen dessen, der unzufrieden mit sich selbst ist? PartyPartyParty-Egoismus? Oder „nur“ Gedankenlosigkeit?

Eigentlich ist es doch ganz einfach: Verzicht auf die Extrawürste, sich nicht hinter Promiidolen verstecken und rein in die Mitte. Sich sicht- und bemerkbar machen. Ohne großes Trara. So, wie man sich im Zug auf dem nächsten freien Sitzplatz niederlässt. Ein Foto vom Herzallerliebsten auf den Schreibtisch stellem. Kommentarlos, ohne dramatische Gesten. „Ich war mit meinem Mann am Wochenende im Kino“ genau so selbstverständlich sagen, wie der heterosexuelle Kollege „mit meiner Frau“ sagt. Auf ________________ (hier Volksfest nach Wahl einsetzen) mit allen anderen zusammen feiern oder gar nicht.

Der Rückzug in die eigenen Kasten setzt die falschen Signale. Wer nicht wie eine fremde Spezies behandelt werden will, tut sich selbst keinen Gefallen, wenn er sich genau so verhält. Oder?

Doch so einfach ist es scheinbar dann wohl wieder nicht. Denn müsste sich nicht zunächst intern, in der sogenannten „Gemeinschaft“, eine ganze Menge ändern? Etwa die Diskriminierung untereinander? „Bears“ gegen „Boys“, „Jeans & T-Shirt“ gegen „Leder“ und „Fummel“, Bartträger gegen Freunde der gepflegten Rasur, Conchita Wurst-Fans gegen jene, die andere Musik bevorzugen, und so weiter. Selbst die Organisatoren von CSD-Veranstaltungen, denen ja eigentlich gerade an Gemeinsamkeit und Miteinander gelegen sein sollte, sind in einigen Städten so zerstritten, dass es Konkurrenzveranstaltungen gibt.

Man sitzt im selben Boot, doch jeder rudert in eine andere Richtung? Es ist erschreckend, mit welcher Feindseligkeit die einzelnen Gruppen sich bisweilen gegenüberstehen. Die eine gönnt der anderen kaum das Schwarze unter den Fingernägeln oder den Lack darauf. Dagegen wirkt der aktuelle Konflikt Deutsche Bahn gegen GdL (die auch grade dabei ist, sich selbst das Wasser abzugraben, wie Spiegel Online sehr treffend feststellt) wie ein gemütliches Kaffeekränzchen.

In meinem Bekanntenkreis gibt es ein Paar, dem ich für die Erlaubnis danke, folgende Begebenheit wiedergeben zu dürfen. Die beiden – nennen wir sie Butch und Sundance – sind äußerlich zwei völlig verschiedene Typen: Butch ist über Fünfzig, etwas bullig, gut behaart, also ein „Bär“ nach Definition der „Gemeinschaft“. Sundance ist Mitte Zwanzig, schlank, athletisch und rasiert sich neben dem Kinn auch Brust und Beine – ein so genannter Twink. Vor einiger Zeit war Butch bei einem alten Freund zum Geburtstag eingeladen. Er ist gebeten worden, Sundance nicht mitzubringen. Nicht, weil Sundance schlechte Manieren hat. Nicht, weil Sundance beim letzten Besuch einen Silberlöffel hat mitgehen lassen. Nicht, weil Sundance ein Charakterschwein sein könnte. Sondern einfach, weil Sundance kein „Bär ist, und das passt einfach nicht zu der Runde, die ich mir wünsche.“

O-haue-ha, da liegt noch ein langer Weg vor uns, und das hat ausnahmsweise mal wenig bis gar nix mit homophoben Spinnern zu tun.


* Wer den Kalauer nicht kennt: Weißer Adler auf weißem Grund.

Reise nach Nairobi

20141002-01Der Weg durch Nairobi war lang und beschwerlich. Nicht nur, weil ich mich in Nairobi überhaupt nicht auskannte, sondern weil ich auch Verantwortung für meine Reisegruppe hatte: Für eine Giraffe, eine Hyäne, für eine Antilope, ein Flusspferd, einen Mandrill, ein Gnu.

Und für diesen Papagei. Diesen Scheiß-Papagei, der mir ständig um den Kopf flatterte und mit seiner schrillen Stimme Anweisungen gab. „Jetzt rechts. Nein, doch nicht, an der nächsten erst. Dann links. Noch etwas weiter gradeaus. Wo ist es nur? Ich finde es nicht. Der Weg ist so weit. Warum haben wir eigentlich nicht die Straßenbahn genommen? Mir tun die Flügel weh. Nein, da ist das falsche Krankenhaus. Wir müssen weiter. Noch weiter. Und jetzt….“

„Pauly, halt’s Maul!“ brüllte ich.

Doch das Vieh laberte und laberte und laberte.

Die Giraffe sorgte schließlich für Ruhe, als sie zu mir sagte: „Wir sind da, Kimba!“

Dankbar blickte ich nach oben. Sehr weit nach oben.

Endlich hatten wir das Krankenhaus erreicht, in dem unser Freund Kelly Fant lag. Der Elefant war beim Yoga ausgerutscht und hatte sich den Rüssel gebrochen.

Wir gingen rein. Die Giraffe hatte ein wenig Stress mit dem Paternoster, aber endlich hatten wir die Station im 23. Stock erreicht und standen vor der Rezeptionistin.

Sie war eine Nashorndame mit auf Marilyn Monroe-Kussmund geschminkten Lippen und einer Brille wie bei Dame Edna. „Sie wünschen?“

Da bin ich wach geworden. Schade. Der Traum fing gerade an, richtig interessant zu werden.

Traumhafte Klamotten

I Have A Dream!

Diese Abteilung hat wohl jeder bei sich im Kleiderschrank. Die Plünnen, die einem ganz besonders am Herzen liegen, die man aber nicht anzieht weil sie… Nun ja, weil sie nicht passen. Wir entsorgen sie aber auch nicht, eben weil sie uns so sehr am Herzen liegen. Darum rechtfertigen wir ihren Erhalt mit dem hehren Ziel: „Eines Tages passe ich da wieder rein!“

So wie bei mir ein bestimmtes Shirt, mit dem ich die Erinnerung an eins der schönsten Live-Konzerte verbinde, die ich erlebt habe. Das hat ewig nicht gepasst und so lange so weit hinten in der I Have A Dream-Abteilung gehangen, dass ich seine Existenz schon vergessen hatte. Umso größer die freudige Überraschung (ich hätte fast ’nen Piccolo dafür aufgemacht, wenn denn einer im Haus gewesen wäre), als ich es heute wiedergefunden habe. Mir war klar, dass es wieder passen würde, also schnell gebügelt und dann angezogen.

Ich habe es sofort wieder ausgezogen. Hatte nichts mit einer Fehleinschätzung der Passform zu tun, denn es hat gepasst. Einwandfrei. Trotzdem ist es in die I Have A Dream-Abteilung zurückgewandert. Tröstlicher Gedanke: Wenn dieses Shirt eines Tages… eines fernen Tages… eines sehr, sehr fernen Tages (mal wieder) modern wird, habe ich’s schon.