Throwback Thursday – Persönliches 2014

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Es menschelt!

Heute gibt’s meine ganz persönlichen Highlights 2014 live aus dem Leben, nachdem die vergangenen drei der insgesamt vier Throwback Thursdays im Advent sich um die eher allgemeinen Dinge Musik, Literatur und den Glotzkasten gedreht haben.


 

Januar

Sanierte Wohnungen sind was schönes, wenn die Sanierung denn richtig gemacht wurde. Tja, unser genossenschaftlich organisierter Vermieter hatte wohl Pech mit den von ihm beauftragten Unternehmen, denn die Sanierung der Badezimmerdecke hat keine sechzehn Jahre gehalten. Eines Morgens stand mein Mann gerade in der Dusche und wusch sich die Haare. Als er den Kopf in den Nacken legte, um Wasser und Shampoo abzuspülen, öffnete er kurz die Augen, wobei er zufällig sah, wie die Badezimmerlampe plötzlich wie ein UFO von der Decke schwebte (das Kabel verhinderte einen abrupten Absturz), bis sie mit leichtem Klong und von Putzgebrösel umrieselt auf dem Rahmen der Duschkabine aufsetzte. Man kann nur dankbar sein, dass sie nicht tiefer geschwebt und in den Wasserstrahl geraten ist. Wie dem auch sei – kann ein Jahr schöner beginnen als mit einem maroden Badezimmer, in dem einem förmlich die Decke auf den Kopf fällt?

Mein Lieblings-Blogeintrag in diesem Monat: Blaue Stunde

Februar

So richtig was zu erzählen gibt’s aus dem Februar eigentlich gar nicht. Schön war in diesem Monat nur, dass er sich – wie der Januar eigentlich auch – wie ein März auf dem Weg zum Frühling anfühlte – kein Schnee, Temperaturen im zweistelligen Bereich. So mag ich den Winter!

Mein Lieblings-Blogeintrag in diesem Monat: Murphy kann mich mal!

März

Ein ganz normaler Frühling. Sonne, Regen, warm, kalt – nichts außergewöhnliches. Selbst am Fußballhimmel hier in der Stadt ist kein Wölkchen zu sehen. Niemand ahnt, das gut acht Monate später für das lokale Bolzvereinchen der Klassenerhalt auf dem Spiel steht. Auch an dem Tag nicht, als ich mit der Straßenbahn unterwegs war, auf der Linie 47, die auf dem Mitteldamm der Bundesstraße 1 verläuft. Plötzlich erschallt der Ruf „Da fährt der Klopp in seinem Auto!“ durch den Zug. Wupps! Alle Fahrgäste (bis auf yours truly) stürzen auf die rechte Seite, drücken sich die Nasen an den Fenstern platt. Jungejungejunge, ausnahmsweise bin ich mal froh, nicht in Hamburg zu sein. Man denke nur, das soeben Erlebte hätte sich auf der Hafenfähre zugetragen. Wir wären glatt gekentert!

Mein Lieblings-Blogeintrag in diesem Monat: Sonntag im Park

April

Hurra! Geburtstag! Ich vollende mein 41. Lebensjahr und genieße nach wie vor jede Sekunde damit, dieses Alter erreicht zu haben. Die 40er – schon jetzt das bessere Jahrzehnt als die 30er!

Mein Lieblings-Blogeintrag in diesem Monat: Lecker Fresschen

Mai

Die Konfirmation meines Neffen war ein wundervolles Ereignis. Nun ja, wir sind weniger geworden, doch es war trotzdem schön, noch einmal zumindest im Kleinen zu erleben, wie wir früher bi uns op’n Dörp Feste gefeiert haben, als wir noch ein Riesenclan waren. Das Fest hat auch ein Wiedersehen mit Verwandten gebracht, die man vor fünfzehn, sechzehn, was-weiß-ich-wie-vielen Jahren aus den Augen verloren hat. Niemand wusste mehr so recht warum, darum haben wir uns gesagt: Die ollen Kamellen über Bord schmeißen, neu anfangen. So ist es auch gekommen, und es ist herrlich, wenn sich die Familie wieder ein kleines Stück größer anfühlt.

Mein Lieblings-Blogeintrag in diesem Monat: Gillianennis

Juni

Ein ziemlich stressiger Monat, weil mein Mann im Krankenhaus war. Nix Gravierendes, nur sein Diabetes musste neu eingestellt werden. Aber so ein außerplanmäßiges Ereignis bringt immer einiges durcheinander. Vor allem, wenn der erstmals ausprobierte Gesundheitstempel nix taugt und man die Weißkittel jeden zweiten Tag aufs Energischste einnorden muss. Fazit des Monats: Beim nächsten Mal wieder in die altbekannte Siechenanstalt!

Mein Lieblings-Blogeintrag in diesem Monat: Schwule sind Ganoven

Juli

Mein Trip in die Heimat, in miene leeve ole Hansestadt anne Elw! Muss ich noch mehr sagen…?

Mein Lieblings-Blogeintrag in diesem Monat: Verrückt sein

August

Neben der Veröffentlichung meines neuen Romans Frag doch das Vanilleeis hatte der August noch ein zweites Highlight parat: Den nächsten Urlaub – okay, mit ’nem Spritzer Arbeit, Stichwort Writing Retreat: Dog-Sitting bei meiner Schwester, immer noch bi uns op ’n Dörp wohnt. Seit ich selber weggezogen bin, habe ich nicht mehr so lange Zeit am Stück dort verbracht. Bei meiner Schwester ist es auch richtig toll mit dem Riesengarten und dem vielen Grün drumherum. Aber nach sechzehn Jahren trotzdem das Resümee: „It’s a nice place to visit, but I don’t wanna live there!“

Mein Lieblings-Blogeintrag in diesem Monat: Walzer für eine Hamburger Deern

September

Süße kleine Anekdote: Ich sitze am Schreibtisch und klicke mich in der Kaffeepause durch ein paar YouTube-Videos. Zehn Minuten danach kommt mein Mann zu mir und fragt: „Mit wem hast du gerade telefoniert?“ – „Ich? Mit niemandem.“ – „Ich hab‘ dich doch reden gehört!“

Diese Verwechslung hat mich echt gefreut. Ich hatte nämlich ein paar Episoden von What’s My Line (dem US-Vorbild für Was bin ich?) geschaut. Die Höflichkeit, die perfekten Manieren und die tadellose Sprechweise, mit der John Charles Daly und seine drei Mitstreiter im Rateteam – Kolumnistin Dorothy Kilgallen, Verleger Bennett Cerf und meine Lieblingsschauspielerin Arlene Francis – sowohl einander als auch den Gästen gegenübergetreten sind, bleiben bis heute unerreicht und sind leider viel zu sehr aus unserer gesamten Zivilisation (???) verschwunden. Und für jemanden dieser Vorbilder für respektvollen menschlichen Umgang gehalten zu werden, kann man nur als Kompliment nehmen.

Mein Lieblings-Blogeintrag in diesem Monat: Ausge-Bremst

Oktober

Erst Bier, jetzt Autos der oberen Preisklasse. Die Überpräsenz von Matthias Schweighöfer in der Werbung macht ihn mittlerweile genau so unerträglich wie Til Nuschler Schweiger. Moment mal… Schweiger – Schweighöfer… Besteht da etwa ein Zusammenhang? Ich wittere eine Konspiration!

Mein Lieblings-Blogeintrag in diesem Monat: Reise nach Nairobi

November

Huch! Ein neuer Mieter im Haus. Und dann noch jemand, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger die Scheuerwoche im Flur nicht nur einhält, sondern wirklich gründlich putzt. „Und das freut ein‘ denn ja auch!„, wie Arnold Risch zu sagen pflegte.

Mein Lieblings-Blogeintrag in diesem Monat: 3x Psycho

Dezember

Hach, zum letzten Monat des Jahres kann ich noch gar nicht richtig was sagen – das Fest der Familienzerwürfnisse steht noch bevor, und das was mir im Dezember 2014 wirklich wichtig ist, kommt eh erst morgen.

Mein Lieblings-Blogeintrag in diesem Monat: Kommt auch erst morgen.


 

Das war 2014… Schon jetzt alles Gute für 2015!

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6 Antworten auf “Throwback Thursday – Persönliches 2014”

  1. ‚…Lies doch einfach…‘ – *LOOL*, Du bist ja ein kleiner Advents-Scherzkex! 😀

    Einfach?
    Never!
    Ich bin mal zu einem Drittel durch und habe mir schon Notizen für Mr. Gugl gemacht. *lol*

    (But I just *LOVE* these dialects…when we went to Lienz the other weekend, I was happy from beginning to end: Everywhere funny words. *gg*)

    Gefällt mir

    1. Ich. muss mal ganz kurz klookschieten (klingt doch viel netter als „klugscheißen“, oder?):

      Plattdeutsch ist kein… ich wiederhole: KEIN Dialekt!

      Es ist eine eigenständige Sprache und steht als solche unter besonderem kulturellen Schutz des Europarates. 🙂

      Gefällt 1 Person

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