Rote Lippen soll man…

… in Ruhe lassen.

Ich weiß ja nicht, wie’s euch geht, aber das nervigste an einem zünftigen grippalen Infekt ist für mich nicht der Husten. Der hat sogar was für sich, denn auch wenn man in dieser Zeit notgedrungen auf den Sport verzichtet, macht man trotzdem mindestens hundert Crunches täglich und die Bauchmuskeln freuen sich.

Auch die Nase, die versucht, auf offenen Wasserkran umzuschulen, stört nicht. Gliederschmerzen, sich schlapp fühlen, auf doppelte Größe angewachsener Kopf… alles Peanuts.

Was mich an den Rand des Wahnsinns treibt, sind die rissigen Lippen, denn das bleibt einem selbst mit den besten Pflegesälbchen und -tinkturen noch eine ganze Weile erhalten, wenn der Infekt längst passé ist. Denn die Dinger sind ja so empfindlich und nehmen einem schon einen Femtometer Überdehnung unglaublich übel. Mal herzhaft in einen Apfel zu beißen is‘ dann nicht – sofort reißen die über Nacht gerade zart verschlossenen Krater wieder ein, was so brennt, dass man sich wie ein talentfreier Feuerschlucker fühlt.

Selbst den Wunsch des Gemahls nach einem Kuss will man nur gegen ein erquickliches Sümmchen Bares erfüllen, weil man am liebsten den Mund so geschlossen wie möglich halten möchte, weshalb sich auch die orale Kommunikation auf ein Minimum beschränkt.

Trotzdem freut besagter Gemahl sich – es ist mal etwas mehr Ruhe im Haus. Zumindest bis zu dem Tag, an dem man wieder kraftvoll… losplappern kann.

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10 Antworten auf “Rote Lippen soll man…”

  1. ….erfreut sich der Herr Gemahl denn nicht an den Bauchmuskeln? Da kann er ja wohl auch mal auf die orale Bestätigung der gegenseitigen Liebe verzichten. Und für die Lippen und gegen die orale Bedrängung empfehle ich die Salbe mit dem „M“ in der grünlichen Tube. ….Gute Besserung

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    1. Danke für die Besserungswünsche! Normalerweise erfreut mein Mann sich tatsächlich an den Bauchmuskeln, aber den hat’s leider auch erwischt und er röchelt genauso vor sich hin.

      Wie das bei uns aussieht, wenn wir beide gleichzeitig danieder liegen, habe ich vor Urzeiten mal in einer Geschichte um mein fiktives Paar Holger & Christoph verarbeitet (-> hier nachzulesen). Die Interpretation, wer von meinem Mann und mir die jeweiligen Rollen bekleidet, lass ich jetzt mal offen… 😉

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