Eichhörnchentrieb

An meinem Schreibtisch liegt eine Mappe, in der ich über die Jahre hinweg ein kunterbuntes Sammelsurium an Gedankensplittern, Szenenentwürfen, Rechercheergebnissen, Ablaufplänen kompletter Rahmenhandlungen und sonstigem Material für die Schreiberei zusammengetragen habe. Einige hundert Blätter sind das inzwischen, und für jedes Blatt, das irgendwann rausfliegt, weil ich just diese Idee inzwischen verwendet habe, kommen mindestens zwei neue hinzu.

20150211-3Zwischendurch blättere ich diese Mappe immer wieder mal gerne durch, um Dinge daraus in aktuelle Projekte einzubauen oder einer älteren Idee, deren Zeit damals noch nicht gekommen war, neues Leben einzuhauchen. Manchmal entsteht auch eine ganz neue Idee daraus.

Vor einigen Abenden bin ich nämlich auf eine Zeichnung gestoßen. Ich wusste gar nicht mehr, wofür ich diese einmal angefertigt hatte, begleitende Notizen waren nicht mehr dabei. Ich vermutete vage, dass sie irgendwas mit meinem kläglich gescheiterten Versuch, einen Krimi zu schreiben, zu tun hatte, denn für schwule Komödien braucht man solche Lagepläne eher nicht.

Ab da fügte sich eins zum anderen: Die Zeichnung, im Hintergrund dudelte eine Dokumentation über die Elbfähre zwischen Glückstadt und Wischhafen, es war Vollmond. Allmählich setzte sich die Idee für eine neue Schauermär zusammen, verdichtete sich und reift nun auf dem PC zum richtigen Manuskript heran.

Manchmal hat es doch etwas für sich, dass ich nichts wegwerfen kann…

PS: Beruhigende Nachricht für alle Fans von Holger & Christoph – natürlich habe ich nicht vergessen, dass ihr wissen wollt, wie’s nach Wodka für die Königin und Frag doch das Vanilleeis mit den beiden weitergeht!

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