Expeditionen ins Tierreich

War das wirklich gerade ein Waschbär, der da in gut 30 Metern Entfernung meine Laufpiste gekreuzt hat? Größe, Körperbau sowie der buschige getigerte Schweif haben jedenfalls gepasst.

20150213-1Vorsichtshalber wechsele ich in normales Gehtempo. Der Valentinstag steht bevor, vielleicht folgt da noch ein zweiter Waschbär und will für morgen ein Date klarmachen. Unsere Waldbewohner haben auch Frühlingsgefühle, und man möchte einen verliebten Zeitgenossen schließlich nicht über seinen eigenen Haufen rennen.

Tatsächlich – es raschelt im Gebüsch, da kommt noch was von links.

Wusch!

Schon springt da was mitten auf den Weg und bleibt wie angewurzelt stehen. Keine zehn Meter voneinander entfernt stehen wir uns Auge in Auge gegenüber. Wie Robin Hood und Little John auf dem Baumstamm über den Fluss. Wir sind beide irritiert. Wir haben nicht miteinander gerechnet und scheinen beide zu überlegen: Wer muss jetzt vor wem türmen? Oder ist gar Zweikampf von Mann zu Mann angesagt?

Ich weiß nicht, ob in dem Fall der Klügere oder nur der Ängstlichere nachgegeben hat, jedenfalls löst sich mein Gegenüber als erster aus der etwa drei Sekunden langen Schockstarre und verschwindet dorthin zurück, wo er hergekommen ist.

Es war aber kein Waschbär. Sondern ein Fuchs, dem ich mit meinem Auftauchen die Jagd versaut habe. Statt sein Valentinstagsglück zu finden muss er jetzt erstmal mit Freitag der 13.-Pech klarkommen

Sorry, Kumpel.

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