Kurzzeitgedächtnis

Gestern lud das Wetter zu einem ausgedehnten Spaziergang ein. Da mein Mann sowieso mal ein paar neue Schuhe brauchte, hatten wir auch gleich ein Ziel: Die Innenstadt.

Für meinen Mann auf die Jagd nach Fußbekleidung zu gehen ist nicht ganz so leicht, er lebt nämlich im wahrsten Sinne auf großem Fuß. Einige Läden brauchen wir erst gar nicht ansteuern, denn da ist 45 die größte Größe, aber das reicht leider nicht. 47 muss es schon mindestens sein, besser noch 48. Die nächste Größe wäre dann Hafenbarkasse.

Irgendwann erreichten wir auf unserer Tour einen Laden, in dem das Angebot nicht nur von den Farben her bunt gemischt war. Auf vielen Kartons waren die gewünschten Größenangaben zu lesen.

Kurzer Orientierungsblick reihum, dann steuerte mein Mann zielstrebig auf ein Paar ausgestellter Schuhe in schwarz und blau zu. „Guck mal, die wären doch was, hm?“

„Is‘ nicht dein Ernst, oder?“

„Warum? Ich find die super!“

„Ach, ja… Dann richte doch dein Augenmerk mal auf den Fußboden. Gut. Jetzt einen guten halben Meter nach rechts. Ja, genau richtig – auf meine Füße sollst du gucken. Merkste was?“

„Äh, sind das…?“

„Ja, das sind…! Die gleichen Schuhe, die ich mir vor vier Wochen gekauft habe und die du – ich zitiere wörtlich – pottenhässlich findest!“

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4 Antworten auf “Kurzzeitgedächtnis”

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