Spontane Selbstheilung

Regelmäßige Leser des Wortgepüttscher werden sich gewiss an den Artikel über das reihenweise Verrecken diverser Haushaltsgegenstände bei meinem Mann und mir erinnern.

Entgegen aller Hoffnungen war die Spülmaschine vor drei Wochen nicht der letzte Zwischenfall in der Serie von Nieten, die mein Mann und ich in diesem Frühjahr gezogen haben. Am vorletzten Freitag (wer jetzt den Kalender bemüht, wird feststellen, dass es der zweite Freitag, der 13. in Folge war!) hat dann auch noch unsere Waschmaschine den Geist aufgegeben und die Reparatur/Ersatzanschaffung der anderen Gegenstände ist in der Prioritätenliste recht weit nach hinten gerutscht. Denn machen wir uns nichts vor: Ein Trockner und eine Spülmaschine sind im Grunde nur nice to have – eine Waschmaschine hingegen ist definitiv ein must have.

Nun sagt ein Sprichwort aus modernerer Zeit, dass diese Serie immer drei größere Elektrogeräte betrifft und dann schlagartig aufhört. Momang… drei? Mal nachzählen: Wäschetrockner, Küchenmaschine, Toaster, Spülmaschine, Waschmaschine. Selbst wenn ich den Toaster abziehe, weil er nicht wirklich ein größeres Gerät ist, hat das Schicksal das Konto immer noch um ein Gerät überzogen!

Das scheint wohl auch dem genannten Schicksal aufgefallen zu sein, denn gestern ist folgendes passiert: Ich war bei einer guten Freundin, um ihr beim Umzug zu helfen, als mein Man mich ganz aufgeregt anrief. Nach dem Mittagessen hatte er in der Küche klar Schiff gemacht. Beim Braten seiner Frikadellen war auch etwas Fett an die Klappe der Spülmaschine gespritzt, also wurde auch dort geputzt. Dabei geriet er an den Ein-/Aus-Schalter der Spülmaschine und schaltete sie versehentlich ein. Wie von Geisterhand tat die Maschine genau all das, dem sie sich in den vergangenen Wochen konsequent verweigert hatte: Sie startete, zog das Reinigungsprogramm durch, pumpte, spülte klar, pumpte nochmal, trocknete.

Jetzt wurde mein Mann ganz tollkühn! Es war sowieso mal wieder an der Zeit, das von Oma geerbte Kaffeeservice für 24 Personen (Memo an mich: Klären, warum wir das überhaupt haben. Auf unseren 48 m² ist gar kein Platz für so viele Leute!) vom in der Schrankhaft angesammelten Staub zu befreien, und das macht man ja nun wirklich nicht freiwillig von Hand…

Also packte er alles in die Spülmaschine, befüllte sie mit Pulver und lud Klarspüler nach, schaltete die Maschine ein und… alles funktionierte. Seitdem läuft die Maschine wieder einwandfrei.

Im Grunde will ich gar nicht wissen, ob das o. g. Schicksal nur seinen Rechenfehler korrigiert oder unsere Spülmaschine sich einfach mal selber Urlaub genehmigt hat – ich bin nur froh und dankbar, dass nach dieser Pleiteserie sich einfach so mal wieder was zum Guten gewendet hat!

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6 Antworten auf “Spontane Selbstheilung”

  1. OH! Koppheister im Retourgang, also… 🙂
    Na, vielleicht hat Dein Mann einfach ein Händchen für kaputte Dinge… 🙂 … oder Du musst mal öfter außer Haus, damit sich die Dinge wieder rehabilitieren. *LOL*

    Congrats zum neuen alten Spüli! 😀

    Gefällt 1 Person

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