10 Survivaltips für das Sportlerlazarett

Heute ist Tag drei nach meinem ausführlich bebloggten Besuch in der Notfallambulanz und dem damit ausgesprochenen Verbot zum Lauftraining. Gestern und vorgestern habe ich – wie ärztlich angeordnet – mit sehr viel Ruhe verbracht, den lädierten Fuß geschont und war überhaupt so widerlich brav, dass es fast schon zum Kotzen war. Dabei habe ich einige Dinge beobachtet, die den erfolgreichen Umgang mit der Situation stark beeinflussen können. Natürlich möchte dieses profunde Wissen der Weltöffentlichkeit nicht vorenthalten. Hier also die versprochenen (nicht ganz ernst gemeinten) Survivaltips:

  1. Du weißt, du bist ernsthaft verletzt, wenn das Duschen so anstrengend ist, dass du nach dem Duschen eigentlich mal duschen gehen müsstest. Gesteh‘ dir also ein, dass der Doc recht hatte. Lass dir und vor allem deinem Körper Zeit.
  2. Baue dir ein direkt vom Siechenlager gut erreichbares Entertainmentcenter auf bzw. lass es dir aufbauen. Bestücke es mit einem beruhigenden, mehrere Tage ausreichenden Vorrat an DVDs, Hörspielen, Hörbüchern – was immer du am liebsten magst. Das grausame TV-Programm auf allen Sendern ist ohnehin schon schlimm genug, aber morgens ist es noch viel schlimmer!
  3. Trinken muss der Mensch – aber überleg dir genau, was du trinkst. Kaffeekonsum deutlich reduzieren! Zu häufige Toilettenbesuche nimmt der lädierte Fuß sehr schnell sehr übel.
  4. Stress mit der besseren Hälfte unbedingt vermeiden. Denk dran: Du kannst nicht türmen – er/sie hingegen kann jederzeit mit einem „Mach deinen Scheiß doch alleine“ für ein, zwei Stunden aus dem Haus gehen, um dir eine Lektion zu erteilen.
  5. Vermeide aus diesem Grund auch Bestellungen beim Pizzataxi. Bedenke: Wenn du deinen Schatz wirklich aus dem Haus gegrault hast – wer nimmt die Leckerei entgegen?
  6. Überlege dir sowieso genau, was du auf deinem Krankenlager zu speisen gedenkst. Unsere Vorfahren haben den Spruch „Wer nie sein Brot im Bette aß, weiß nicht, wie Krümel pieken“ nicht aus poetischen Erwägungen geschaffen!
  7. Langeweile? Du hast ein Telefon! Ruf um sieben Uhr morgens schon Erbtante Mildred an, die dir sonntags immer mit „Wie? Elf Uhr und ihr seid immer noch im Bett?“ auf die Eier Nerven geht, und bitte sie darum, dir ihr Rezept für Frankfurter Kranz zu diktieren, obwohl du das Zeug gar nicht magst. Halt das Gespräch länger als nötig aufrecht und ergötze dich daran, wenn die nervende Erbtante nun selbst entnervt auflegen will, es aber nicht tut, weil du immer wieder betonst „Du hast ja recht, ich rufe viel zu selten an.“ Funktioniert übrigens auch abends, wenn gerade im Fernsehen Helene Fischer oder Rosamunde Pilcher läuft.
  8. Stell ab dem frühen Nachmittag die Facebook-Besuche ein. Gerade jetzt, wo das Wetter tagtäglich besser wird, steigt mit jedem Yeah! Feierabend! Ab in den Biergarten-Post (alternativ auch auf die Laufpiste) dein Frustfaktor, weil du selber auf diesem verdammten Scheiß-Sofa gefesselt bist!
  9. Vermeide „Schatzi, hattu mich noch lieb“-Gejammer. Es bringt dir böse Blicke und vielleicht auch mehr (vgl. hierzu Regel 4) von der besseren Hälfte ein, bei der du genau diesen Spruch nervtötend findest, wenn sie selber krank ist.
  10. Dies ist die wichtigste Regel und sollte eigentlich zuallererst stehen: NIE DEN HUMOR VERLIEREN!
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