Die unglaubliche Beklauung des verdutzten Mister A

Früher oder später trifft’s wohl jeden mal – man wird Opfer eines Diebstahls auf offener Straße. Beim letzten Shoppingbummel auf der Mönckebergstraße ist es endlich mal mir passiert.

Es war diese übliche Geschichte: Man wird angerempelt, jemand hastet mit einem eilig gemurmelten „Dschullijung“ vorbei, und ein paar Minuten später merkt man, dass die Gesäßtasche der Jeans von einem Unbefugten geleert wurde.

Nun ja, Schietkroom passeert halt.

Selbst wenn ich den Täter hätte beschreiben können, wäre ich wohl nicht zur Polizei gegangen. Es wäre mir einfach zu peinlich gewesen, eine Meldung zu machen.

Nein, nicht wegen meiner Unvorsichtigkeit der gut gefüllten Gesäßtasche, die dem hoffnungsvollen Ganoven natürlich eine lohnende Beute suggerieren musste.

Ich fürchtete nur, meine Anzeige eines Diebstahls würde nicht ernstgenommen, geschweige denn überhaupt zu Protokoll gebracht.

Verständlicherweise, denn mein Portemonnaie hatte ich nämlich immer noch, weil ich es selbstredend an einer durchaus als sicher zu bezeichnenden Stelle trug.

Aber ich glaube, die Polizei hätte niemals eine Fahndung nach jemandem begonnen, der mich erleichtert hat um… ein Paket Papiertaschentücher.

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5 Antworten auf “Die unglaubliche Beklauung des verdutzten Mister A”

  1. Ich hab in der Sommerzeit meine Geldbörse auch nie in der Gesässtasche gehabt wenn ich in der Mittagspause unterwegs war. In der kalten Jahreszeit hat Mann ja eine Jacke drüber. Aber wenn man so nackt durch die Stadt geht, ist das schon verlockend, mal in die Tasche zu greifen.

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