Pssst!

Planten un Blomen, die Alsterkanäle auf der Uhlenhorst und in Winterhude, das historische Gebäudeensemble um die Peterstraße, blühende Lupinen im Stadtpark…

Es waren wirklich tolle Motive, die ich da im Sommer 2013 in Hamburg mit meiner Spiegelreflexkamera eingefangen hatte. Leider vermisste ich nach der Rückkehr aus Hamburg den zugehörigen Akku.

Das war ärgerlich, geriet aber fix in den Hintergrund. Der Koffer musste für eine Anschlussreise sofort neu gepackt werden, keine Zeit für ein großes Lamento.

Überhaupt ist dieser Koffer bei uns viel in Betrieb – nicht nur für Reisen. In unserer kleinen Wohnung ist das recht geräumige Teil ein beliebter und notwendiger Stauraum für Dinge wie das dünne Sommeroberbett während der aktuellen Jahreszeit.

Gestern haben wir aus einer Haushaltsauflösung im Freundeskreis einen Satz Tischdecken geschenkt bekommen. Da ich mal wieder keine Ahnung hatte, wo ich die Dinger zwischenlagern sollte, bis sie erst in die Heißmangel und danach an ihren richtigen Lagerplatz wandern würden, holte ich den Koffer vom Schrank. Beim Verstauen der Decken ritzte ich mir an irgendetwas den Finger auf. Eine vorsichtige Ertastung des Tatortes förderte den Reißverschluss zu einer kleinen Geheimtasche zutage, die mir in den gut zehn Jahren Kofferbesitz noch nie aufgefallen war. In der Tasche war etwas Hartes. Vorsichtig griff ich hinein… und zog den Kameraakku hervor, der seit der „Vermisstmeldung“ insgesamt inzwischen drei weitere Male mit mir nach Hamburg und zurück gefahren ist, ohne dass es mir auch nur aufgefallen wäre…

Eigentlich könnte ich gut als Beichtvater tätig werden. Oder vielleicht sogar als geheimer Nachrichtenübermittler für James Bond.

Geheimnisse sind bei mir nämlich offenbar so geheim, dass ich mir nicht mal meine eigenen verrate!


Nachtrag: Selbst die VÖ-Termine für meine Blog halte ich offenbar auch ganz, ganz geheim vor mir selber. Ich hätte schwören können, die Freitschaltfunktion für diesen Artikel auf morgen programmiert zu haben….