Heimlicher Star

Ganz allmählich arbeitet sich ein bestimmter Artikel immer höher in der statistischen Auswertung der meistgelesenen Beiträge hier im Blog. Jede Woche kommen mindestens zwei, drei neue Aufrufe hinzu – etwas, das nur mit wenigen Artikel passiert, die älter als ein halbes Jahr sind.

Ich würde nicht behaupten, dass es einer meiner besten ist, aber das Thema an sich scheint viele anzusprechen, denn meist zeigen die diversen Analysetools, dass die jeweiligen Leser über Suchmaschinen gezielt bei diesem Artikel gelandet sind.

Im vergangenen Juni habe ich also eines meiner Lieblingshörspiele vorgestellt: Spuki, das Schreckgespenst von Schloss Fürstenfurt. Es war das erste in einer kurzen Serie von leider nur drei Episoden und sticht vor allem durch seine Erzählerin Heli Finkenzeller hervor. Die beiden übrigen Folgen wurden von Hans Söhnker erzählt, der seine Sache nicht minder gut gemacht hat. Alle drei Hörspiele nenne ich in Form von zwei Schallplatten und einer Cassette mein eigen, und angesichts der Vergänglichkeit von Vinyl und Tonbändern traue ich mich immer weniger, diese wirklich schönen Stücke zu hören.

Offenbar bin ich jedoch nicht der einzige, der diese kleine, aber feine Serie zu schätzen weiß – anders kann ich mir die vielen Aufrufe des Artikels von damals nicht erklären. Viele möchten scheinbar selige Hörspielerinnerungen der späten 1970er auffrischen.

Dieser Wunsch ist offenbar erhört worden, und ich habe mich gefreut wie Bolle, als ein sehr lieber Mensch mich neulich darauf hinwies, dass Spuki nach fast vierzig Jahren endlich einer Wiederveröffentlichung entgegensieht: Im Mai wird zumindest Folge 1 erhältlich sein – vom Rest habe ich noch nichts gehört. Aber eins weiß ich jetzt schon: Während der letzten gut vier Jahre ist nahezu jeder Zuwachs für meine Audiosammlung gleich als mp3 zu mir gekommen, doch DAS gehört zu den Wiederveröffentlichungen, die ich unbedingt in der Hand halten möchte.

Ich bilde mir keinesfalls ein, dass mein bisschen Geschreibsel im Juni zu dieser tollen Nachricht für Hörspielfans geführt hat – mein Größenwahn hält sich (hoffentlich) in Grenzen. Die Masse macht es, und Spuki und seine Tante Felicitas Freifrau von und zu Fürstenfurt werden gewiss auch in unzähligen Hörspielforen Erwähnung gefunden haben. Und wenn erstmal ein Anfang gemacht ist…

Also, liebe Hörspielfans – wollen wir uns erneut zusammentun und es ein zweites Mal versuchen, einen weiteren heimlichen Star der Hörspielwelt aus den Archiven zu holen?

Ich würde mir nämlich dringend eine Wiederveröffentlichung der Hörspiele um die Lok 1414 mit so wunderbaren Sprechern wie August Riehl, Manfred Lichtenfeld und Edith Schollwer wünschen. Falls hier jemand vom zuständigen Label Bertelsmann bzw. Ariola mitliest… Geht da was?

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