Lass mein Knie, Joe

Ob Wencke Myhre es irgendwann geschafft hat, sich der Avancen des von ihr besungenen Joe zu erwehren, weiß ich nicht mehr. Bei mir ist Joe jedenfalls erfolgreich gewesen. Zumindest vermute ich, dass er Joe geheißen hat. Aber vielleicht war es auch eine Dame namens Anneliese, und möglicherweise war er/sie auch nicht allein.

Jedenfalls bin ich mal wieder von einer Bremse gestochen worden. Was an sich nicht weiter erwähnenswert wäre, denn welche Folgen so ein Stich bei mir hat, ist hier schon mal erzählt worden, wozu sich also wiederholen.

Diesmal bin ich allerdings Ziel einer Doppelattacke geworden – binnen fünf Minuten haben meine beiden Knie so richtig einen verpasst bekommen. Interessante Beobachtung: Während das linke Knie (das auch bei o. g. älterer Begebenheit Ziel der Attacke war) wieder einmal anschwoll und ich drei Tage mein Bein hochlegen durfte, um es mit sämtlichen Quarkvorräten des lokalen Milchhökers zu kühlen, juckte das rechte nur fünf Minuten ganz erbärmlich und zeigte dann ebenfalls drei Tage lang nur eine Schwellung so müde wie ein Primanerpickel und machte sich ansonsten nicht weiter bemerkbar.

Ich will gar nicht wissen, ob a.) mein Immunsystem nach dem Stich links wusste, was zu tun ist und deswegen rechts einfach besser gearbeitet hat,

b.) das auch eins der diversen Dinge ist, über die sich meine Linkshändigkeit äußert oder

c.) die für den Stich rechts zuständige Bremse einfach nur eine Lusche war, die ihr Handwerk Stechwerk nicht verstanden hat.

Ich weiß bloß eins: Wenn sich nochmal ein Joe an meinem Knie zu schaffen macht, sollte er entweder wie Joe Manganiello aussehen oder als Biologe das garantiert wirkende Mittel erfunden haben, mit denen man sich vor den Angriffen von stechendem Viehzeugs zu hundert Prozent schützen kann.

Am besten beides.

 

 

 

 

 

 

 


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