Ganz ruhig und entspannt

Von der (zumindest deutschen) Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, ist die schwule Welt offiziell um einen prominenten Namen reicher geworden. Im Alter von 73 Jahren hat der US-Sänger Barry Manilow nicht nur seine Homosexualität öffentlich gemacht, er hat auch gleichzeitig bekanntgegeben, mit seinem Partner bereits seit 1978 zusammen zu sein und diesen 2014 geheiratet zu haben.

Es soll jetzt gar keine lange Rede von der wichtigen Signalwirkung folgen, die jedes Coming out einer prominenten Persönlichkeit mit sich bringt. Auch die Stimmen, die sich bei solchen Nachrichten stets ein reflexartiges „Das haben wir doch schon immer gewusst“ rausschrauben, gehören nicht hierher.

Aber drei Dinge finde ich ganz bemerkenswert:

  1. Mehrheitlich wohlwollende Kenntnisnahme statt eines hysterisch-empörten Aufschreis – wir sind auf dem richtigen Weg. Weiter so!
  2. Coming out mit 73 – es ist nie zu spät!
  3. Seit fast vierzig Jahren mit dem selben Partner zusammen, und das unter dem Druck, den ein Leben in der Öffentlichkeit für nicht geoutete Prominente mit sich bringt. Welchen Beweis, dass es nicht nur ums Pimpern geht, sondern das Ganze wirkliche Liebe mit allen Rechten, aber auch Pflichten ist, brauchen die Ewiggestrigen eigentlich noch, um endlich den Sprung von der Steinzeit ins Hier und Jetzt gebacken zu kriegen?
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