Strandgut

Moin!

Im Moment hält mich das Manuskript zu meinem nächten Roman so sehr auf Trab, dass ich kaum dazu komme, hier längere Blogbeiträge einzustellen. Für ein paar kleine Beobachtungen, die ich wie bei einem Strandspaziergang aufgesammelt habe, reicht es aber immer noch:

10.06.2018

Ein gesundes Sexualleben (so, die Aufmerksamkeit ist mir sicher) ist viel wert, und ich gönne es meinen Mitmenschen wirklich von Herzen. Aber so gesund wie bei der „Dame“, die letzte Nacht ab kurz vor halb zwei über eine halbe Stunde lang das komplette Viertel wolllüstig zusammengestöhnt und -gekreischt hat, halte ich dann doch für geringfügig übertrieben….

12.06.2018:

Neues aus der Reihe „SPAM und wie man damit umgeht“:

Einem mir zugetragenen Rat folgend, habe ich beim aktuellsten Fake-Anruf („Zees ees a call from Microsoft“) Plattdeutsch geschnackt. Es war göttlich! Erst verwirrte Stille, dann ein verzweifeltes „Schprecken Zee Doitsch“, und bei meinem „Bester Mann, se mööten al Platt mit mi schnacken, sünst gifft dat mit uns nix“ Kapitulation auf ganzer Linie. Definitiv zur weiteren Verwendung vorgemerkt.

13.06.2018:

„Du hast gerade etwas gesagt, das uns aus dieser Falle befreien wird.“

„Ich? Ja, was denn?“

„Auf dem Scheiß-Markt sind die Kirschen schon wieder treurer geworden!“

Hätte mein Mann nicht drei Minuten später vom Markt wiederkommen können? Dann wäre mein Hörspiel durch gewesen.

15.06.2018:

Frage: Was ist schlimmer als Spekulatius und Dominosteine im August?

Antwort: Im Juni schon Veranstaltungsplakate für das Weihnachtskonzert von Angelo Kelly am 23. Dezember zu entdecken.

17.06.2018, vormittags:

„Schatz, auf N3 läuft jetzt gleich ›Strom im Gezeitenland‹. Das guckst du doch so gerne.“
„Also, Berichte über Wasserkraftwerke interessieren mich jetzt tendenziell weniger.“
„Qutasch! ›Land im Gezeitenstrom‹ – ich meinte ›Land im Gezeitenstrom‹!“

Wenn am Wochenende das Gehirn nur auf Sparflamme kocht…

17.06.2018, abends:

Im Web geistert gerade ein Video herum, das einen englischen Fußballfan zeigt. Er trägt ein weißes T-Shirt, auf die linke Brust hat er sich drei Lion-Schokoriegel geklebt – England hat ja offenbar drei Löwen auf dem Nationaltrikot. Kernaussage: Warum für maximal drei Spiele teures Geld für ein offizielles Shirt ausgeben?

Ich verstehe nix von Fußball – ich interessiere mich ja nicht mal dafür. Aber wenn ich nach dem selbstmitleidigen Gejammer der Fans gehe, das gerade durch unser Innenhofkaree weht, könnte es hierzulande wohl auch reichen, ein weißes T-Shirt zu tragen, bei dem man sich nur ein Zwei-Euro-Stück mit sichtbarem Bundesalder in Nippelhöhe auf die nicht mehr ganz so stolzgeschwellte Brust getackert hat…

#wasbinichwiederfies #germex

18.06.2018

Schuss, Tor, hejahejahe!

Nach der Überdosis „Fußballs Greatest Hits“ im Radio während der letzten Tage bin ich geneigt, bei der Wunschsong-Hotline diverser Sender anzurufen: „Einmal Last Christmas, bitte.“ Wäre ja gleichzeitig auch eine Abwechslung zu den ganzen Ed Sheeran-Wünschen…

Advertisements