Hausmusik

oder: Der unbeabsichtigten Vinyl-Trilogie letzter Teil

(Teil 1 findet sich übrigens hier, und Teil 2 ist hier nachzulesen)

 

„Bin ein Mann wie jeder Mann“ lassen Loewe und Lerner ihren Professor Higgins singen. Nun muss man nicht erst in eine Vorstellung von My Fair Lady gehen, um diese Phrase zu hören – wohl jedes männliche Wesen wird sie für sich beanspruchen. Bilde ich da eine Ausnahme? Weiterlesen „Hausmusik“

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Ein bisschen wie Jekyll und Hyde

Es gibt Menschen, vor denen ist jedes Verstellen sinnlos. Die wissen genau, wie man(n) tickt. Die wissen manchmal schon vor dir selbst, was du als Nächstes tun willst.

Manchmal liegen sie allerdings auch gehörig daneben. Neulich lief im Ersten z. B. ein Tatort – aus Köln, Ballauf und Schenk. Es ging da um diesen Polizisten, der nach einem Trauma geistig aus den Fugen geraten war. Mein Mann lag auf dem Sofa und schaute den, ich bekam es aus dem Nebenzimmer als Hörspiel mit. An besonders spannenden Stellen kam ich sogar rüber und schaute mir das Geschehen wahrlich auf der Mattscheibe an.

Mein Mann ist ja eiskalt beim abendlichen Fernsehen. Weiterlesen „Ein bisschen wie Jekyll und Hyde“

Schlag nach bei Goethe

Na, Altjahrsabend gut überstanden? Bei meinem Mann und mir ist da alles ganz ruhig und gelassen abgelaufen. Zwanzigachtzehn ist so ein turbulentes Jahr gewesen, dass wir auf die letzten Meter einfach keinen Bock auf großes Theater hatten. Mein Mann ist sogar um halb zehn in den Buntkarierten gewesen. Fünf Minuten vor Mitternacht habe ich ihn kurz geweckt, um Punkt zwölf hat es einen Kuss, beste Wünsche für zwanzigneunzehn und einen Schluck Sekt gegeben, und dann hat er sich wieder umgedreht. Ich selber habe die meiste Zeit gelesen, und als so gegen eins, halb zwei das Feuerwerk allmährlich weniger geworden ist, habe ich – genau so, wie ich das auch an Heiligabend mache – den Abend auf meine eigene Art zu Ende gebracht: Weiterlesen „Schlag nach bei Goethe“

Kiek no bi Goethe

Na, Altjohrsobend goot överstannen? Bi mien Mann un mi ist dat alln’s gaaaaanz sinnig un suutje aflopen. Tweedusenunachtteihn is so’n turbulentet Johr wesen, datt wi op de letzten Meter eenfach keen Bock op grootet Bohei harrn. Mien Mann is sogar um halvig teihn in de Bontkareerten weesen. Um fief Minuten vöör Mitternacht heff ik ehm kurz weckt, um Klock twölv hett dat ’n Kuss, beste Wünsche föör tweedusenundnegenteihn un ’n Sluck Prickelbrause geeven, un denn hett he sik wedder ümdreiht. Ik sölvs heff meisttiets lesen, un as so gegen Klock eent, halvig twee dat Füerwark bileten weniger worrn is, heff ik – jüst as ik dat ook an Hilligovend mook – den Obend  op mien eegen Art to’n Enn bracht : Weiterlesen „Kiek no bi Goethe“