Ein bisschen wie Jekyll und Hyde

Es gibt Menschen, vor denen ist jedes Verstellen sinnlos. Die wissen genau, wie man(n) tickt. Die wissen manchmal schon vor dir selbst, was du als Nächstes tun willst.

Manchmal liegen sie allerdings auch gehörig daneben. Neulich lief im Ersten z. B. ein Tatort – aus Köln, Ballauf und Schenk. Es ging da um diesen Polizisten, der nach einem Trauma geistig aus den Fugen geraten war. Mein Mann lag auf dem Sofa und schaute den, ich bekam es aus dem Nebenzimmer als Hörspiel mit. An besonders spannenden Stellen kam ich sogar rüber und schaute mir das Geschehen wahrlich auf der Mattscheibe an.

Mein Mann ist ja eiskalt beim abendlichen Fernsehen. Weiterlesen „Ein bisschen wie Jekyll und Hyde“

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Tickt nicht richtig (hochdeutsch)

Kennt ihr diesen Krimi Mord im Pfarrhaus von Agatha Christie? Da hatte der Pastor eine Uhr, die immer zehn oder fünfzehn Minuten vorging, damit er nicht zu spät zu seinen Terminen kam? Eben wegen dieser Uhr konnte in dem Buch auch bewiesen werden, dass der Pastor nicht der Spitzbube war, der den fiesen Colonel Protheroe gekillt hat.

In so einer Verlegenheit sind mein Mann und ich zwar nicht, aber so eine vorgehende Uhr ist ziemlich praktisch. Zum Beispiel, wenn man den Abschied von nicht so dollem Besuch voranbringen will: Weiterlesen „Tickt nicht richtig (hochdeutsch)“

Tickt nich richtig (op Platt)

Kennt ji düssen Krimi Mord im Pfarrhaus vun Agatha Christie? Do hett de Paster ’n Klock, de jümmers teihn ode foffteihn Minuten vöörgeiht, domit he nich to loot to sien Termins kummt? Jüst wegen düsse Klock kunn dat in dat Book bewiesen weern, datt de Paster nich de Spitzbube weer, wokeen den aasigen Colonel Protheroe killt hett.

In so een Verlegheit sünd mien Mann un ik twors nich, ober so ein hilt Klock is bannig praktisch. To’n Bispill, wenn du den Afscheed vun’n nich so dollen Besöök wat vöranbringen wüllst: Weiterlesen „Tickt nich richtig (op Platt)“

Männer in der Mauser und ein Besuch bei Meta

Selbst der betriebsamste Bahnhof hat Zeiten, in denen er einsame Tristesse ausstrahlt. Zum Beispiel am Sonntagmorgen um Viertel nach sieben. Die große Halle ist bis auf ein paar letzte Nachtschwärmer leergefegt, oben an den Bahnsteigen stehen deutlich weniger Züge. Die paar, die doch auf ihre Abfahrt warten, wirken wie unsereins am Montagmorgen: Muffelig, verschlafen – am liebsten hätten sie sich nochmal umgedreht und unterm kuscheligen „Plümmo“ eingemummelt.

Obwohl es heute zu einem ganz besonderen Termin, den mir ein ganz besonderer Freund möglich gemacht hat (und dem ich dafür gar nicht genug danken kann), nach Hamburg geht, fühle ich mich ein wenig so, wie diese Züge aussehen. Dabei bin ich gestern schon um acht in den Buntkarierten gewesen. Trotzdem war die Nacht zu kurz. Und ein bisschen sind wohl auch die Medikamente schuld, die ich seit einiger Zeit nehmen muss. Aber machen wir uns nix vor: Weiterlesen „Männer in der Mauser und ein Besuch bei Meta“

Wuchtbrummen und Hormonwechsel

Als Gay in der Pubertät ist man ja doch ein bisschen anders als die anderen Jungs im Hormonwechsel. Das hat sich damals in den Achtzigerjahren nicht bloß darin gezeigt, dass das beste Pausengesprächsthema für meine Klassenkameraden die Oberweite von Kim Basinger gewesen ist während ich lieber mal den Brustpelz von Pierce Brosnan gekrault hätte. Nein, da ist noch mehr gewesen: Weiterlesen „Wuchtbrummen und Hormonwechsel“

Wuchtbrummen un Hormonwessel

As Gay inne Pubertät is man ja doch ’n böten wat anners as de anneren Jungs in’n Hormonwessel. Dat hett sik domols inne Achtigerjohrn nich blot dorin zeigt, datt de beste Pausenschnack vöör mien Kumpels inne School de Överwiet vun Kim Basinger wesen is während ik leever mol den Börstpelz vun Pierce Brosnan kruult haar. Nee, da is noch mehr wesen: Weiterlesen „Wuchtbrummen un Hormonwessel“