Schip ahoi!

Kennt ji no Butterfohrten? Dat wor freuher nich ut’n Urlaub an de See wegtodinken. Sik eenmol föör’n poor Stünn’n as de feinen Lüüd bi’t Traumschiff feuhlen, mit’n snittiget wittet Schip no See fohrn un dobi ook no billig inköpen, wiel dat Schip in „Internationale Gewässer“ fohrn is, un denn hest du op dien Inkööp keen Toll un keine Steuern tohlen möten.

Ik weet, wovun ik schnack – ik bin do in mien Kinnertiet oft genuch mitfohrn!

In de ganzen Kurorten anne Ostsee hett dat domols een zentrolet Reisbüro geven. Buten de Saison hest du als Inheemischer blots dien eegen Urlaub jichtenswo in’n Süden bucht. Binnen de Saison is dat dickste Geschäft mit de Touris macht worrn: Weiterlesen „Schip ahoi!“

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Krumme Geschäfte beim Goldfischteich

Was ihr auf dem Bild in dieser Geschichte seht, ist mal der Goldfischteich meiner Großeltern gewesen. Zweimal im Jahr ging es wie bei Wilhelm Tell zu: „Der See, er lädt zum Bade“ – oder so ähnlich. Schiller ist damals im Deutschunterricht ein bisschen kurz gekommen. Der Pauker hat uns lieber Effi Briest lesen und Die Brücke am Tay auswendig aufsagen lassen, und die sind nun mal von Fontane.

Jedenfalls bin ich der bedauernswerte Kerl gewesen, Weiterlesen „Krumme Geschäfte beim Goldfischteich“

Krumme Geschäff bi’n Geelfischdiek

Wat ji op dat Beld in düssen Vertellen seht, is mol de Geelfischdiek vun mien Grotöllern wesen. Tweemol in’t Johr ging dat as bi Wilhelm Tell to: „Der See, er lädt zum Bade“ – ode so ähnlich.  Schiller is domols in’n Düütschünnericht ’n böten wat kort kamen. De Pauker hett uns leever Effi Briest lesen un Die Brücke am Tay utwennig opseggen loten, un de sünd nu mol vun Fontane.

Jedenfalls bün ik de arm Stackel wesen, Weiterlesen „Krumme Geschäff bi’n Geelfischdiek“

Spökenkiekerei

Eenich bün ik dat, wat een so „hart in’t Nehmen“ nennt. Also, wenn dat um Gruselfilms/-beukers/-hörspielens geiht. Splatterfilms find ik to’n Bispeel aasig langwielig. Dor, wo anner Lüüd speien goht, wenn op de Leinwand ode in’n Glotzkasten mol wedder so’n Pansen opschlitzt ward, pack ik erst recht nochmol in de Tüt mit dat Schnatertüch. Denn eent is jo wull klor:

Weiterlesen „Spökenkiekerei“

Lokalderby (op Platt)

Nee, wat bin ik froh, datt de April vörbi is! Ik mutt dann jümmers an mien Dörtigerjohrn dinken: För de Junggäst ünner dörtig büst du al de ole Sack wesen, un vun de Lüüd över veertig hest du jümmers to hörn kriggt: „Du büst jo noch so jung.“ Dat is as ’n tweete Pubertät wesen – to nix und nüms hest du weerklich bihört. Blots de Pickel sünd mi to’n Glück ersport bleven.

De April is jüst as düsse tweete Pubertät – Weiterlesen „Lokalderby (op Platt)“

Downtown (Hochdeutsch)

Okay – das muss ich zugeben: Vom Dortmunder Stadtzentrum als downtown zu reden, ist ein bisschen übertrieben. Ich meine, es ist hier nun wirlich nicht so lebendig, dass man von einem schieren Übermaß an „Großstadtmelodie“, „Tanz der Leuchtreklamen“ und „Neonschein“ reden kann, wie es Petula Clark vor über fünzig Jahren so nett besungen hat. Was hier die ganze Fußgängerzone darstellt, das ist in Hamburg nur eine Nebenstraße vom Bleichenviert oder in Berlin die zweite Reihe vom Kurfürstendamm. Selbst auf der langweiligen Kö in Düsseldorf ist mehr los. Das soll auf der anderen Seite jedoch nicht heißen, dass es hier langweilig ist: Weiterlesen „Downtown (Hochdeutsch)“

Downtown (op Platt)

Okay – dat mutt ik togeven: Vun dat Dortmunder Stadtcentrum as downtown to schnacken is’n böten wat överdreven. Ik meen, dat is hier nu wirklich nich so lebennig, datt een vun een schieret Övermaß an „Großstadtmelodie“, „Tanz der Leuchtreklamen“ un „Neonschein“ schnacken kunn, jüst as Petula Clark dat vör over fofftig Johrn so fein sungen hett. Wat hier ganze Footgängerzone is, dat is in Hamborg blots ’n Nebenstroot vun’t Bleichenveddel ode in Berlin de tweete Reeg vun’n Kurfürstendamm. Sölvs op de langwielige Kö in Düsseldorf is mehr lots. Dat schall op de annere Siet ober ook nich heeten, datt dat hier dreuhnig is: Weiterlesen „Downtown (op Platt)“