Über mich

In Kürze

Männlich, 40+, gay, nordisch by nature, im Ruhrpott-Exil lebend, lese- und schreibverrückt, aktiver Sportler, anglophil, Plattdüütsch-Liebhaber, (meist) Fernsehignorant, dafür umso häufiger Hörer von BBC Radio 4 und gutgemachten Hörspielen, großes Herz für Schiffe und Seefahrt.

„Wortgepüttscher“, weil…

Püttschern = plattdeutsches Verb mit mehreren Bedeutungen, u. a. für „basteln“, „tüfteln“, „herumkramen“, aber auch „Zeit vertreiben“. Hier im Sinne von „ausprobieren“, „sich beschäftigen“ verwendet. Mein Heimathafen im Netz – Beobachtungen und Erlebnisse aus meinem Leben, Gedanken zum Leben sowie Blicke vor und hinter die Kulissen meiner Schreiberei.

So fing es an

1973 in einem der zahlreichen deutschen Orte zwischen Handewitt und Bad Hindelang geboren, die sich in ihrem Namen rühmen, „tom Hamme“ (also in einem Flurstück, das sich in dem Dreieck des Zusammentreffens zweier Flüsse befindet) gegründet worden zu sein, wurde bei mir die Liebe zum Umgang mit dem geschriebenen Wort quasi schon in der ersten Klasse geweckt.

Dem Drang zum Schreiben waren mangels Gesamtkenntnis des Alphabets zunächst noch enge Grenzen gesetzt, später war er jedoch nicht mehr aufzuhalten. Meine Lehrer ahnten gar nicht, was sie sich da aufgehalst hatten, denn in der Folge wurde jeder Auftrag zum Einreichen eines Aufsatzes dankbar entgegengenommen und bisweilen auch übererfüllt. Ausbildung, erste Schritte in einem „anständigen Beruf“, dem Ruf der Liebe ins Ruhrgebiet-Exil folgen und andere Dinge forderten dann vor allem zeitlich ihren Tribut und brachten den Schreibfluss zum Versiegen. Zumindest vorerst.

Erste Veröffentlichungen

Doch aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. Irgendwann war der Zeitpunkt gekommen, „in die Tasten zu hauen“. Das Ergebnis war mein erster Roman Strandkorb mit Rüschengardinen, dessen beabsichtigtem Lebenslauf ausschließlich als Weihnachtsgeschenk für meinen Mann nach reichlich friendly persuasion aus meinem privaten Umfeld eine radikale Wendung erfuhr, indem er den Weg in die Publikation fand. Mittlerweile haben weitere Bücher – Wodka für die Königin und dessen Fortsetzung Frag doch das Vanilleeis sowie die Erzählungensammlung HamburGaynsien – das Licht der Buchhandlungen und die Displays der eBook-Reader erblickt. Als aktuellstes Werk in der Reihe ist im Sommer 2016 der neue Roman Rat mal, wer das Essen kocht erschienen.

Und es geht weiter. Irgendein Projekt ist immer im Werden. Mittlerweile kann ich mir ein Leben ohne die Schreiberei gar nicht mehr vorstellen.

Was schreibt er so?

Tja – Herr Reich-Ranicki selig hätte von mir wohl erst gar keine Notiz genommen. Ehrlich gesagt, war das auch nie mein Ziel, so sehr ich ihn auch geschätzt habe. Ich will einfach nur ganz zwanglos unterhalten – mit Herz, Schnauze und Humor. Die legendäre Mae West hat einmal „Zuviel von einer guten Sache ist wundervoll“ gesagt – und damit kann sie nicht nur Mannsbilder im Sinn gehabt haben. Ich bin mir ganz sicher, dass sie damit auch aus tiefstem Herzen kommendes Lachen gemeint hat.

Doch ich will gar nicht drum herum reden: Der aufmerksame Leser wird schon bei den Inhaltsangaben meiner Bücher oder beim Stöbern im Blog bemerken, dass die Hauptfiguren dem eigenen Geschlecht zugetane Männer sind. Mir ist als Leser oft aufgefallen, dass viele Bücher mit schwulen Männern unendlich trist sind. Entweder hat der Protagonist Schwierigkeiten mit dem Coming out, erlebt eine verbotene Liebe oder er ist gay nicht nur im Sinn von schwul, sondern auch von heiter, kann dies aber natürlich nicht ausleben, weil er tödlich erkrankt ist und im finalen Kapitel erwartungsgemäß letzte Grüße aus Davos hustet.

Nicht mit mir. Schwules Leben darf auf einfach mal nur schön und witzig sein. Wobei ich mich besonders darüber freue, wenn meine Bücher nicht nur in den Regenbogenbuchhandlungen zu finden sind, sondern sich auch anderswo den Regalplatz mit den neuesten Komödien von Autoren wie Rita Mae Brown, Nick Hornby,  Renate Bergmann oder Evelyn Sanders teilen.

Neue Wege

Mittlerweile habe ich die Bandbreite meiner Schreiberei um eine Facette erweitert: Aus meiner Liebe zu viktorianischen Schauergeschichten ist die Erzählung Das Nebelschiff entstanden und 2014 veröffentlicht worden, womit ich mir selber einen kleinen Wunschtraum erfüllt habe. Passend zur Adventszeit 2014 ist gemäß der angelsächsischen Tradition A Ghost Story for Christmas die neue Kurzgeschichte Die Witwe von Nienstedten erschienen. Beide Stories sind neben sechs neuen auch in dem Sammelband Rummelpott zu finden, der im Oktober 2015 erschienen ist.

Abseits der Tastatur

Natürlich gibt’s auch Momente, in denen ich nicht schreibe. Dann bin ich selber eine leidenschaftliche Leseratte, die vor keinem Genre halt macht. Meine Lieblingsautoren sind Peter Robinson, Agatha Christie, Michael Palin, Matthias Stührwoldt und vor allem der Finkenwerder Heimatdichter Rudolf Kinau. Darüber hinaus gehören Plattdeutsch, Vinyl- und Schellackplatten, Orangen-Ingwer-Tee, Hörspiele in deutscher und englischer Sprache, die BBC 4-Radioreihe Just a Minute,  der gelegentliche Genuss von BBC-Fernsehsendungen/-serien wie QI mit Sandi Toksvig sowie meine Verbundenheit zu Norddeutschland zu meinen kleinen Schwächen.

Noch mehr über mich? Nee, an dieser Stelle hab‘ ich schon genug geschnackt – ich möchte mir nicht von webaffinen Lesern ein tl;dr (too long, didn’t read) einfangen. Wer aber immer noch nicht genug hat, findet hier noch ein paar Dinge über mich. Darüber hinaus sind alle Leser dieser Zeilen sind herzlich eingeladen, meinen Blogeinträgen zu folgen. Viel Spaß.

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