FAQ

Vis à vis-Gespräche bei Live-Zusammenkünften von Menschen, das Journal Jar als Geburtstagsgeschenk, „Challenges“ im Social Network, der Liebster Award unter Bloggern… An jeder Ecke werden uns spannende Fragen jeglicher Couleur gestellt, mit deren Beantwortung wir anderen ermöglichen, uns ein bisschen besser kennenzulernen.

Einige davon habe ich an dieser Stelle zusammenzutragen, um das Portrait meiner Wenigkeit etwas mehr zu vervollständigen.

 

Welche Person der Geschichte bewunderst du und warum?

Für mich ist jeder Mensch, der kranke Angehörige pflegt und dabei gegen die ungerecht mahlenden Mühlen des Gesetzes kämpft, eine bewundernswerte Person der Geschichte.

 

Dein(e) Lieblingsmaler?

Dorothea Maetzel-Johannsen, Claude Monet, Vincent van Gogh, Max Liebermann.

 

Glaubst du, jemals dauerhaft glücklich sein zu können? Was gehört für dich dazu?
Gelegentlich auch mal traurig zu sein und niemals alle Wünsche erfüllt zu bekommen halte ich für eine ganz wichtige Lebenszutat. Es muss immer etwas übrig bleiben, das zwar realistisch ist, aber trotzdem immer so gerade eben außer Reichweite ist. Alle Wünsche erfüllt zu bekommen wäre das Ende aller Träume. Gibt es etwas schrecklicheres?

 

Kaffee oder Tee?

Beides nach Lust und Laune.

 

Der Soundtrack deines Lebens – welche fünf Musikalben haben dein Leben so geprägt, dass sie untrennbar damit verbunden sind?

  1. Connie Francis: Connie Francis sings Jewish Favorites
  2. June Tabor: Ashore
  3. Michael Falch: Sommeren kom ny tilbage
  4. Ina Müller: Die SchallPlatte – nied opleggt
  5. Michy Reincke: Der Name kommt mir nicht bekannt vor

 

Dasselbe nochmal – diesmal nur zehn einzelne Lieder

  1. Henry Vahl: Mein Herz ist in Hamburg zuhause
  2. Ina Müller: Nees in’n Wind
  3. Grethe & Jørgen Ingmann: Dansevise
  4. Dusty Springfield: Summer Is Over
  5. Petula Clark: Invece No
  6. Linda Ronstadt: Adonde voy
  7. Connie Francis: Barcarole in der Nacht
  8. Stefan Gwildis: Keines Menschen Auge
  9. Dalida: Les Grilles de ma Maison
  10. Michael Falch: Trækfugle

 

 

Dein Lieblingsvogel?

Kormoran und Weißstorch

 

Ist Alter ein Problem für dich?

In der Einleitung zum Liebster Award, aus dem diese Frage stammt, hieß es „Alter ist ein relativer Begriff“ – das trifft den Nagel auf den Kopf. Unsere Wahrnehmung von Alter hat sich verändert. Wenn ich in Romanen von Autoren wie Dorothy L. Sayers, D. E. Stevenson oder Edith Wharton Personenbeschreibungen finde, die sinngemäß etwa „Sie hatte weiße Haare und tiefe Falten um die Augen. Mit achtundvierzig war sie schon eine alte Frau, die langsam müde wurde“ lauten, liest sich das unheimlich fremd. In den 1920ern hatte man schon von einem 48jährigen Menschen also eine Vorstellung, wie wir sie heute von… ja, von welchem Alter eigentlich haben? Um jemanden zu finden, der zumindest optisch unserem traditionellen Empfinden von alt entspricht, muss man schon bei Menschen wie Nicholas Parsons (*1923), Betty White (* 1922) oder Dame Vera Lynn (* 1917) schauen.

Denn immer mehr 50-, 60-, 70jährige laufen heute nicht mehr so rum, wie meine Generation noch ihre Großeltern erlebt hat: weißhaarig, gebeugt, langsam, krank, trutschig gekleidet. Im Gegenteil: Sie kaufen auch mit 50+ noch manches Kleidungsstück je nach Geldbeutel in den Filialen von H & M, s.Oliver oder Tommy Hilfiger ein statt aus den Katalogen von Klingel oder Bader zu bestellen und sehen in den modernen Plünnen alles andere als albern aus, denn auch Frisur und Gesichtspflege lassen nicht auf einen Senior im alten Sinne des Wortes schließen. Wenn ich mir da meinen Lieblingsonkel selig vorstelle, wie er vor 25 Jahren als 72jähriger in Jeans, Poloshirt und Chucks ausgesehen hätte… Ich krieg das hier nicht mal vernünftig getippt, ohne hysterisch zu kichern.

Auch ein weiteres Merkmal, das uns vor Ewigkeiten als sicheres Zeichen von Alter vor Augen geführt wurde, hat längst keine Gültigkeit mehr: Chronische Krankheiten. Ein 20jähriger mit Arthrose oder Diabetes würde sich kaum als „alt“ bezeichnen, sondern höchstens als Patient dieser Krankheiten.

„Alter“ ist insofern wirklich nur eine Zahl.

 

Lieblingskomponist(en)?

Johannes Brahms, Gustav Mahler, Eric Coates, Carole King

 

Urlaub & Reisen – wie hättest du’s gern?

  • (x) Am Meer
  • (  ) In den Bergen
  • (x) Faulenzen am Strand
  • (x) Auf Erkundungstour
  • (x) Sportlich, sportlich
  • (x) Bahn
  • (  ) Auto
  • (  ) Flugzeug
  • (x) Fähre
  • (  ) Kreuzfahrtschiff
  • (x) zahlender Gast auf einem Frachtschiff
  • (  ) Hotel mit allem Drum und Dran
  • (x) Ferienwohnung mit Selbstversorgung
  • (  ) Disco und anderes Highlife
  • (x) Museum, Theater
  • (x) nördliche Gefilde
  • (  ) Karibik & andere Sonnenparadiese

 

Deine Lieblingszitate?

  • „Verwechseln Sie billigen Ruhm nicht mit wirklichem Erfolg. Madonna steht für ersteres, Helen Keller für letzteres.“ – Erma Bombeck
  • „Heiraten Sie nur einen Archäologen. Je älter Sie werden, desto interessanter findet er Sie“ – Dame Agatha Christie-Mallowan
  • Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen. Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, dass die Zelle anständig möbliert ist – Sir Peter Ustinov
  • „Das gibt drei Dinge im Leben, die musst du dir merken: Blut geht mit Kaltwasser raus, Spinat darf man nicht aufwärmen und mit Männern kann man nicht reden“ – Heidi Kabel als Tante Inge in dem Theaterstück Ein Mann ist kein Mann

 

Lieblingsserien?

 

Du darfst rumspinnen – angenommen, eines deiner Bücher sollte als Hörbuch aufgenommen werden. Welches würdest du dir wünschen – und wer sollte der Sprecher sein?

Für den Rummelpott wäre mein Wunsch ganz klar Volker Lechtenbrink – eine Stimme wie ein Stück am Strand angeschwemmtes und dann in der Sonne gebleichtes Treibholz: In sich ruhend, aber voller Kenntnis von den Gefahren des Meeres. Genau das Richtige für im Norden spielende Schauergeschichten. Für die beiden aus Sicht von Frauen erzählten Stories Die Witwe von Niendstedten und An seiner Seite würde ich mich über Herma Koehn freuen.

 

“Zur richtigen/falschen Zeit am richtigen/falschen Ort” – was hat man dir als Kind aufgezwungen (z. B. in der Schule, Geigenunterricht, Opernbesuche), das du wie die Pest gehasst hast, nun viele Jahre später als Erwachsener aber ganz neu für dich entdeckt hast und nun auch zu schätzen weißt?

Das Feuerschiff von Siegfried Lenz. Ich bin sehr dafür, dass diese großartige Erzählung im Deutschunterricht als Klassenlektüre auf den Lehrplan kommt, aber bei mir war es damals als erste Klassenlektüre auf der weiterführenden Schule mit der 5. Klasse und so frisch von der Grundschule runter einfach zu früh für so einen Stoff. Als ich dann etliche Jahre später beim Auszug aus dem Elternhaus wieder über das Buch gestolpert bin, habe ich aus Neugierde mal reingeschaut und war sofort gefesselt.

 

Lieblingsbücher?

  • Rita Mae Brown: Six of One – Loose Lips – Bingo (Hunsenmeir-Schwestern-Trilogie)
  • Agatha Christie-Mallowan: Come, Tell Me How You Live
  • Han Suyin: A Many-Splendoured Thing
  • Wilfried Wroost: Minschen bi’n Michel
  • Astrid Lindgren: Ferien auf Saltkrokan

 

Wie funktioniert Schreiben für dich?

Der Blog ist hauptsächlich semi-spontan. Die Themen kommen unüberlegt zustande, so wie sie im Leben passieren. Meistens passiert das, wenn ich nicht am Schreibtisch sitze, wenn ich also unterwegs bin, im Café sitze, mich im Freibad in der Sonne aale und so weiter. Dafür habe ich immer eine Kladde dabei, in denen ich mir entweder nur Stichworte mache und diese Zuhause dann ausarbeite – oder ich schreibe gleich den kompletten Text vor, wie es sich ergibt. Zuhause hacke ich dann den Text in Word ein, korrigiere, kopiere ihn in den Blog rüber und gebe ihn dann frei. Danach muss ich meist nochmal ganz heftig korrigieren, weil ich die meisten Fehler erst im richtigen Layout sehe – *seufz*.

Die Bücher sind in mehreren Schritten vorgeplant, weil dieses Schreiben ein echtes Handwerk ist. Story, Figuren, zeitliches und räumliches Setting müssen ausgearbeitet werden, hinzu kommt ausgiebige Hintergrundrecherche. Wenn ich mit dieser Ausbeute zufrieden bin, sortiere ich mein Material und plane Kapitel für Kapitel und innerhalb dessen Szene für Szene auf DIN A5-Karteikarten vor und lege mir so eine Art Storyboard zurecht. Das dauert je nach voraussichtlichem Umfang und der Komplexität der Story bis zu einem guten Dreivierteljahr. Erst wenn ich genau weiß, wo meine Reise beginnt, wie und warum sie verlaufen wird, wie sie verlaufen soll, und wo und warum meine Figuren dort ankommen, wo sie ankommen werden, beginne ich, meine Karteikarten sozusagen abzuarbeiten und setze sie in den Langtext um, was noch einmal rund vier bis sechs Monate dauert.

 

Die für dich spannendsten Theaterinszenierungen?

  • Misery von Stephen King in der plattdeutschen Fassung am Ohnsorg Theater
  • Frost/Nixon von Peter Morgan in den Hamburger Kammerspielen
  • My Fair Lady von Alan Jay Lerner und Frederick Loewe im Opernhaus Dortmund
  • Plünnenball von Konrad Hansen am Ohnsorg Theater
  • Endlich alleen von Lawrence Roman am Ohnsorg Theater
  • Sechs Tanzstunden in sechs Wochen an der Komödie Winterhuder Fährhaus

 

Weitere Fragen und Antworten folgen in unregelmäßigen Abständen……

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