Welttag des Buches 2014

Heute ist Welttag des Buches, quasi der höchste Feiertag für alle Leseratten. Anlass genug, heute mal nicht von meinem eigenen Wortgepüttscher zu schnacken, sondern von dem, was ich selbst gerne lese. Bei der schier unüberschaubaren Fülle von Neuerscheinungen ist die Wahl ganz bewusst auf drei Bücher gefallen, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben und mitunter sogar nur Second Hand erhältlich sind.

Hier die Top 3 meiner Lieblingsbücher: Weiterlesen „Welttag des Buches 2014“

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Des Rätsels Lösung…

 

Ostercollage2

Gestern gab’s hier im Wortgepüttscher ein kleines Osterrätsel, und ich will die Lösung der Rätselfrage

Welchen Beruf übt eine Frau aus Andorra aus, damit sie besonders zärtlich “Gute Nacht” wünschen kann?

natürlich nicht schuldig bleiben.

Sie war in dem Blogeintrag Das Bier von Radio Andorra vom 12.12.2013 zu finden und lautete Radioansagerin.

Der vollständige Link, um zum versteckten „Osterei“ zu gelangen ist also:

https://wortgepuettscher.wordpress.com/radioansagerin

Dieser Link kann natürlich jetzt direkt angeklickt werden und führt zu einer kleinen humoristischen Kurzgeschichte über den turbulenten Sofakauf eines Paares, dessen Einkaufsgewohnheiten unterschiedlicher nicht sein könnten.

Viel Spaß beim Lesen!

Frohe Ostern!

Ostercollage 1

Ostern ist bekanntlich das Fest, bei dem Geschenke versteckt werden. Dieser schönen Tradition soll auch hier im Wortgepüttscher gefolgt werden. Irgendwo habe ich hier eine humoristische Kurzgeschichte versteckt, doch an die gelangt man nur, wenn die folgende Rätselfrage richtig beantwortet wird:

Welchen Beruf übt eine Frau aus Andorra aus, damit sie besonders zärtlich „Gute Nacht“ wünschen kann?

Das Lösungswort (14 Buchstaben) findet sich in den bisherigen Einträgen des Wortgepüttscher. Ein bisschen stöbern mit dem Suchtool kann schon weiterhelfen… Tippt nun in euren Browser die Webadresse dieses Blogs

https://wortgepuettscher.wordpress.com/

ein und fügt hinter dem letzten Schrägstrich das Lösungswort in Kleinschreibung hinzu. Dann ENTER auf der Tastatur drücken und… voilà!

Frohe Ostern!

Feiertag

Heute am Feiertag ist im Wortgepüttscher mal Pause.

Ich möchte aber nicht versäumen darauf hinzuweisen, dass es am kommenden Ostersonntag eine kleine Osterüberraschung geben wird. Zwischen Frühstück und Familienkaffeetrinken hier reinzuschauen lohnt sich also!

Budapest

Musik_abspielenAnfang des Jahres wurden bei der BBC in London die vielversprechendsten neuen Sounds für 2014 gekürt. Dabei war unter anderem auch Budapest, die Debütveröffentlichung von George Ezra, einem jungen Musiker aus Bristol.

Es war ganz interessant zu verfolgen, wie sich das Lied hier in Deutschland im Radio vorgearbeitet hat. Zuerst lief es nur nachts und war in irgendwelchen Sendungen für den audiophilen Musikliebhaber versteckt. Ich hab’s zu Beginn sogar für ein Lied aus dem Baltikum gehalten, weil George Ezra einen sehr starken Dialekt pflegt, der mich sein Englisch für Lettisch oder Estnisch halten ließ. Nachts um halb zwei hat man das Radio ohnehin nicht sehr laut, weil man Rücksicht auf die Nachbarn nimmt, da kann man ein dialektgetränktes Lied schon mal ganz anders wahrnehmen.

Außerdem erinnerte mich das Lied mit seinem nicht gerade vor typischem Britpop strotzenden Arrangement irgendwie an die lettische Gruppe Brainstorm, zumal Budapest durchaus auch zur Stimme von deren Frontmann Renārs Kaupers gepasst hätte. Da ich Musik aus Skandinavien und dem Baltikum sehr liebe, hatte Budapest es wegen dieser Ähnlichkeiten nicht schwer, meine Begeisterung für sich zu gewinnen.

Längst wird es auch in den Tagessendungen gespielt, wo sich eigentlich hauptsächlich der weichgespülte Adel Tawil/Rihanna/Birdy/James Blunt/One Direction/etc.-Mainstream findet, der in seiner Eigenschaftslosigkeit zum einen Ohr rein und zum anderen Ohr wieder raus zieht. Budapest hingen ist individuell, es fällt auf, setzt sich fest. Das mag ich, und ich freue mich schon auf George Ezras erstes Album.

Neues Küchengepüttscher

Spontanbesuch von lieben Menschen hat sich zum Abendessen angesagt, also bleibt weder die Zeit für langes Wortgepüttscher noch für die Planung eines aufwändigen Menüs mit fünf Gängen.

Darum gibt’s sowohl hier als auch nachher auf dem Tisch Kartoffelcrèmesuppe nach Art meiner Frau Mama, ein einfaches und schnelles Gericht aus der ländlichen Küche. So geht’s:

  • 1 Sellerieknolle (1.000 bis 1.200 g)
  • Kartoffeln im selben Gewichtsverhältnis
  • Brühe aus der Beinscheibe ausgekocht oder vegetarisch
  • 350 g Fleischwurst, gewürfelt (nach Wahl mit oder ohne Knoblauch)
  • 2 EL Schmand oder Joghurt
  • Salz
  • Pfeffer
  • frische Petersilie, fein gehackt

Kartoffeln und Sellerieknolle schälen und in Würfel schneiden. Beides in einen Topf geben und soviel Brühe dazugießen, dass die Kartoffel-/Selleriewürfel gerade eben bedeckt sind.

Auf großer Flamme aufkochen lassen und dann auf kleiner Flamme kochen lassen, bis Kartoffeln und Sellerie weich sind.

Mit einem Pürierstab pürieren, bis keine festen Stücke mehr vorhanden sind

Schmand/Joghurt einrühren.

Fleischwurstwürfel hinzugeben. Vegetarier lassen diese einfach weg oder ersetzen sie durch eine Handvoll separat gedünsteter Selleriewürfel.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, Petersilie drüber geben, servieren. Dazu geröstetes Brot nach Wahl reichen.

Schönes Wochenende!

 

Lecker Fresschen

Alsatian„As Jung vun’t Dörp“ (Als Junge aus dem Dorf), der quasi im Vorort vom Vorort einer Großstadt aufgewachsen ist, wundere ich mich ein bisschen über „düssen niemoodschen Krom“ (diesen neumodischen Kram), der inwzischen bei der Ernährung von Hunden veranstaltet wird. Ich traute meinen Ohren kaum, als ich heute auf dem Mittwochsmarkt mitbekam, wie sich zwei typische Latte Macchiato-Muttis darüber austauschten, was sie ihren Vierbeinern so vorsetzen.

Dass man inzwischen den Weg vom Dosenfutter wieder zurück zu selbst zusammengestelltem Futter aus Fleisch und Gemüse findet, ist an sich nicht schlecht – „da weiß man wenigstens, was drin ist“. Aber was wird da nicht alles für’n Umstand mit getrieben?! Da werden Pülverchen, Öle, Kräutermischungen und sonstige Dinge aus dem Reformhaus (!) eingerührt, als gelte es, Miraculix beim Brauen von Zaubertrank schärfste Konkurrenz zu machen.

Bei uns wurden (bzw. werden in den alten Familien auch heute noch) die Hunde stets mit dem gefüttert, was bei den Menschen abfiel. Das war natürlich Fleisch, und zwar roh und schier, so wie’s am Schlachttag vom Tier geschnitten worden war. Schließlich hatten die frei lebenden Vorfahren unserer karnivoren Hausfreunde auch keine Campingkocher und Beutelchen mit Himalayasalz im Jagdgepäck.

Dazu gab’s das, was der Speiseplan sonst noch vorsah – z. B. Blumenkohl mit Kartoffeln (ob roh, gekocht oder Mix aus beidem wurde individuell gehandhabt; die Hunde hatten da ihre eigenen Präferenzen und ein gehöriges Wuff mitzubellen). Gewiss – es wurde darauf geachtet, dass sie in der Tat nicht übermäßig mit Salz und Pfeffer in Berührung kamen, aber ansonsten war da kaum ein Unterschied. Bei uns gab es Hunde, die für Sauerkraut jeden Hühnerhals liegengelassen hätten! Dabei sind sie samt und sonders älter geworden als diejenigen, die mit „spezieller Hundenahrung“ aus dem Supermarkt oder Tierbedarf abgefüttert wurden. PAL stand (wenn man technisch überhaupt so bewandert war) für die Farbfernsehnorm, aber garantiert nicht für das, was Waldo und Harras in den Napf bekamen. Den Veterinär haben die Hunde nur zu Verabreichung der jährlichen Impfungen zu sehen bekommen; ansonsten war ihnen diese Person unbekannt.

Zugegeben: Natürlich ist das alles nicht wissenschaftlich belegt, sondern eher ländliche Folklore. Trotzdem war ich nicht wirklich überrascht, als die „wegen der gesunden Luft“ aus der Stadt hergezogene Karriere-Familie ganz erstaunt war, weil ihr reinrassiger, streng nach der neusten Futtermode ernährter und ständig kränkelnder Schäferhund nur 9 Jahre alt geworden ist, während der ebenfalls reinrassige Schäferhund mit Familienspeiseplananschluss auf dem Hof meines Onkels es auf stolze, kerngesunde vierzehn Jahre gebracht hat. Wahrscheinlich wäre er (der Hund natürlich, nicht der Onkel) noch älter geworden, hätte er sich mit seinem Ruhestand abgefunden. Aber wie die alten Knacker so sind, musste er dem neuen Junghund auf dem Hof unbedingt zeigen, wo der Hammer hängt, und hat dabei einen heftigen Tritt von einer Kuh vor den Latz bekommen, die sich von ihm partout nicht in den Stall treiben lassen wollte. Falsche Ernährung hat ihm also nicht das Genick gebrochen, sondern purer Altersstarrsinn.