Bleibt ganz unter uns

So ganz rund ist mein März nicht verlaufen. Neben einigen Dingen im Haushalt, die wieder mal genau zur ganz besonders falschen Zeit koppheister gegangen sind, hat mich vor allem meine Gesundheit auf Trab gehalten. Fast zwei Wochen von einer Kapselentzündung in der Schulter außer Gefecht gesetzt zu werden ist nicht schön! Wie soll man sich da um die schönsten Dinge des Frühlings kümmern? Den großen Hausputz, zum Beispiel?

Okay, das nimmt mir kein Mensch ab. Ich muss ja selber hysterisch kichern bei der Vorstellung, Weiterlesen

Liebesgrüße aus Hamburg

Von Christian Morgenstern gibt es einen Spruch, dass das Erste, wonach Herr und Frau Müller fragen, wenn sie in den Himmel kommen, Postkarten sind. Zu seinen Lebzeiten ist das sicherlich so gewesen und auch noch lange Zeit danach. In meinen Kindertagen hat es keinen Urlaub gegeben, ohne dass wir unseren Daheimgebliebenen Unmengen von Postkarten geschrieben hätten: Weiterlesen

Leevetgrööten ut Hamborg

Vun Christian Morgenstern gifft dat een Spruch, datt dat erste, wono Herr un Froo Müller frogen, wenn se in’n Himmel kummen, Postkorten sünd. To sien Levtieten is dat sekerlich so weesen un ook lange Tiet dorno. In mien Kinnerdogens hett dat keen Urlaub geven ohne datt wi uns Dorheembleeven Unmengen vun Postkarten schrieven haarn: Weiterlesen

Tiefenpsychologie

oder: Der Feind neben meinem Bett

Die Straßenbahn fährt schon lange nicht mehr durch unser Viertel. Ist nun alles unterirdisch. Wobei „nun“ ein relativer Begriff ist. „Nun“ heißt in diesem Fall fast fünfzehn Jahre. Aber manchmal fehlt es mir doch noch. Besonders morgens. Früher, wenn das Singen der Vögel draußen auf einmal von so einem Rumpeln untermalt wurde, habe ich noch so tief im Schlaf liegen können, aber mein Unterbewusstsein hat sofort gewusst: Das ist der erste Zug der Linie 408, jetzt  musst du aufstehen.

Und das hat gut geklappt. Kein Stress, keine Hektik – so richtig schön entspannt.

Ich brauche keinen Wecker. Ein Wecker ist sogar beinahe der Grund gewesen, dass das traute Glück von meinem Mann und mir vor neunzehn Jahren fast zu Ende gewesen ist, bevor es richtig begonnen hatte! Weiterlesen

Deepenpsychologie

ode: De Feind blang mien Bett

De Stratenbohn fohrt all lang nich mehr döör uns Quarteer. Is nu alln’s ünnerirdisch. Wobi „nu“ ’n relativen Begreep is. „Nu“ heet in düssen Fall meist fofftein Johrn. Ober mannigmol fehlt mi dat doch noch. Besünners morgens. Freuher, wenn dat Singen vun de Vagels buten op eenmol vun so’n Rumpeln ünnermolt worrn is, heff ik noch so deep in Sloop leggen kunn, ober mien Ünnerbewusstsien hett sofort wüsst: Dat is de erste Zug vun de Linie 408, nu musst du opsteihn.

Un dat hett goot klappt. Keen Stress, keen Hektik – so richtig fein entspannt.

Ick bruuk keen Wecker. Een Wecker is sogor binoh de Grund wesen, datt dat traute Glück von mien Mann un mi vöör niegenteihn Johrn fast to Enn wesen is bevöör dat richtig begonnen harr! Weiterlesen

Hollywood in der Provinz

In der klassischen Hollywoodkomödie in Breitwandformat und gloriosem Farbenrausch kommt es auf dem Höhepunkt der Handlung meist zu einem ziemlich großen Krach zwischen Adam & Eva/Adam & Adam/Eva & Eva. Nach diesem gibt es drei Möglichkeiten. Weiterlesen