Sommerobst

Neulich habe ich ja wieder mal  meinen Mann ein wenig in die Pfanne gehauen, da ist es nur recht und billig, wenn ich mich heute nun selbst auf dem Altar eures Amüsements opfere. Ich min mir nämlich ziemlich sicher, dass diesmal ich das „Igitt“ zu hören und lesen bekomme, wenn die Leser mitbekommen, welches Sommeressen ich wirklich lecker finde.
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Sommeraaft

Annerendogs heff ik jo mol wedder mien Mann so’n böten wat in de Pann haun, do is dat blots recht un billig wenn ik mi nu vendoog sölvs op den Altar vun jo „Amüsement“ opfer. Ik bün mi neemich bannig seker, datt düsset Mol ik dat „Igitt!“ to höörn un leesen krigg, wenn de Lesers wies worrn, wokeen Sommereten ik bannig lecker finn. Weiterlesen

Wenn ich das schon höre!

Bei Hanns Dieter Hüsch war es die Mehlschwitze. Er fand diese Saucengrundlage nicht nur an sich grauenhaft, sondern auch das Wort, welches negative Assoziationen bei ihm weckte: „Feine Küche Bad Salzuflen!“

Nun weiß ich nicht, durch was sich die feine Küche von Bad Salzuflen auszeichnet (oder eben nicht) und warum sie dem unvergessenen Kabarettisten so querging. Doch es gibt tatsächlich Worte, gegen die man eine solche Abneigung hat, dass sich nicht nur alle Nackenhaare aufstellen, sondern man auch die abstrusesten Verbindungen herstellt.

Ein solches Wort kommt bei mir verlässlich jeden Sommer im wahrsten Sinne des Wortes auf den Tisch.  Weiterlesen

Natürlich koche ich selber!

Alle Jahre steht ein „Tatort“ ganz oben auf der Liste, wenn die Statistik veröffentlicht wird, wo im Haushalt sich die schlimmsten Unfälle zutragen. Es handelt sich natürlich um die Küche, und ebenso natürlich kommt in Sekundenbruchteilen nach dieser sensationellen Bekanntmachung jener geistreiche (???) Scherzkeks daher, der sich den Hinweis „und die meisten davon kommen in Form von Speisen auf den Tisch“ partout nicht verkneifen kann.

„Manche Leute haben in der Küche einfach nichts verloren“, folgt dann meist noch nach. Stimmt. Weiterlesen

Das Leben ist am schwersten…

… drei Tage vor dem Ersten.

Sagt der Volksmund.

Diesem sei an dieser Stelle erwidert: Von wegen! Denn an den besagten drei Tagen mag das Portemonnaie zwar in der Tat ziemlich leer sein. Das hat allerdings zur Folge, dass sich der schwerste Tag im allmonatlichen Kreislauf verschoben hat,  nämlich direkt auf den Ersten.

Zu den unbestreitbaren Vorteilen, sein privates Habitat in einem so genannten Szene- oder In-Viertel verorten zu können, gehört zweifellos die entsprechend ausgebaute Infrastruktur. In unserem Quartier sind wir in der Tat auch bestens versorgt. Fünfzehn Gehminuten sind es bis zum Hauptbahnhof, zehn bis zur Fußgängerzone der Innenstadt bzw. zum städtischen Theater nebst Opernhaus, und im Umkreis von nur fünf Minuten haben wir Zugang zu fünf Bushaltestellen, einer S-Bahn-Station sowie zu drei Stationen der der Stadtbahn. Weiterlesen

Zeige mir deinen Gefrierschrank und ich sage dir, wer du bist!

Im Grunde besticht der Inhalt unseres Gefrierschranks nicht durch besondere Inhalte. Viel Gemüse, etwas Fleisch, ein Beutel Pommes, aber vor allem vorgekochte Mahlzeiten für hektische Tage, an denen die Zeit nicht reicht, sich stundenlang für etwas Frisches hinzustellen oder weil wir beide zur Mittagszeit außer Haus sind und nicht gemeinsam essen können.

Gerade diese selbstgemachten Fertiggerichte dürften für einen eventuell interessierten Besucher aber ein Grund sein, zweimal hinzuschauen. Mit ein bisschen Menschenkenntnis dürfte ihm die Klassifizierung sehr leichtfallen, was  mein Mann eingefroren hat und was von mir im Gefrierschrank verstaut wurde. Weiterlesen

Der kulinarische Patient

Als wir vor sechs Jahren das Haus von Oma ausräumen mussten, habe ich gleich zu Beginn eine ganz klare Ansage gemacht: „Ihr könnt alles haben, ich streite mich um nichts. Nur bei einem dulde ich keine Diskussion: Weiterlesen

Trending Topic

Es gibt Themen, bei denen immer ein gewisses Grundrauschen präsent ist. Dann kommt ein Bild, ein Artikel, eine prägnante Schlagzeile daher und unversehens brummt es ganz besonders.

Während der letzten Tage war es wieder mal das Thema Weiterlesen

Meine Milch und das Spiel um einen Thron

Moin! Vorgestern war mal wieder Plattdüütschtag hier im Blog – folglich gibt’s heute die Übersetung für alle Nicht-Platten. Viel Vergnügen! Weiterlesen

Mien Melk un dat Speel um een Thron

Moin! Es wird mal wieder Zeit für den allmonatlichen Beitrag op Platt – die hochdeutsche Übersetzung wird wie immer in Kürze nachgereicht. Viel Spaß beim Lesen! Weiterlesen

Ball paradox

Am vergangenen Freitag lag der Prospekt der Supermarktkette  X bereits im Hausflur und verhieß erlesene Gaumenfreuden für die Grillfans, erhältlich ab Montag, dem 27. April. Vom Wetter hat mein Mann sich noch nie abschrecken lassen – wenn er Lust drauf hat, wird der Grill angeschmissen, gegebenenfalls auch im Winter irgendwo am Ende der Welt bei Nacht, Blizzard und Stromausfall.

Deshalb wurde er am Montag dann auch prompt im uns nächstgelegenen Supermarkt der Kette X vorstellig, nur um sich sagen lassen zu müssen: „Tut mir leid – die Grillfackeln sind weg. Davon habe ich gerade die letzten verkauft.“

„Oh, um zwanzig nach zehn schon?“ erwiderte mein Mann. „Scheinen ja ein echter Renner zu sein. Aber dann haben Sie ja heute Nachmittag bestimmt wieder welche?“

„Nein, ich glaube nicht.“

„Dann morgen am Dienstag?“

„Nein, das wohl auch nicht. Moment, ich frag mal den Chef.“ (Verkäuferin geht in die hinteren Räume und kommt eine Minute später wieder). „Nein, die werden diese Woche nicht mehr nachbestellt.“

„Moment mal – Sie wollen mir ernsthaft erzählen, dass Sie Fleisch, das während der ganzen Woche im Angebot sein soll, nur heute, am Montagmorgen bis zwanzig nach zehn da hatten, und dann wird nicht mehr nachbestellt?“

„Richtig.“

„Aber warum?“

„Ist halt keine Grillsaison, wir werden das Zeug nicht los.“

„Ist klar – deswegen war es ja auch heute am ersten Verkaufstag schon um zwanzig nach zehn komplett ausverkauft. Aber das andere Grillfleisch ist noch da?“

„Natürlich – steht ja im Angebotsprospekt.“

Da hat mein Mann es aufgegeben und hat seinen Einkauf komplett in einem anderen Supermarkt der Kette X erledigt, von denen wir zum Glück drei in unmittelbarer Nähe haben. Dort hat er alles problemlos bekommen: „Natürlich haben wir das die ganze Woche da – die Grillsaison hat ja angefangen und es steht im Prospekt!“

Wir haben jetzt einen neuen Stammsupermarkt.

Ober blots nich mit Sahne!

Dat is nu al Tiet, een Verspreken intolösen.

Annerndogs heff ik jo vun’t Kaffeetrinken bi mien Onkel op sien ehemoligen Buurnhoff vertellt un datt dat noch ’n böten wat mehr geven hett as blots de Saak mit den Zwieback. Bevor der op’n Tisch kamen is, hett dat föör uns Kinner neemich jümmers noch een ganz wichtiget Ritual geven.

Bi uns op’n Dörp sünd de Lüüd Weiterlesen