Kein dutzi-dutzi-dutzi mehr

Es ist jetzt etwa ein oder zwei Wochen her. Da habe ich in der Zeitung über einen Prozess gelesen, der dieser Tage jemandem gemacht wird, bei dem die Staatsanwaltschaft glaubt, dass er einen Mann und seinen Lebenpartner brutal überfallen hat.

In dem Artikel ist von den beiden Opfern immer als „das Pärchen“ die Rede gewesen. Ich habe mich darüber ziemlich gewundert. Das ist nämlich immer so: Wenn so ein Zeitungsartikel von einem Mann und einer Frau als die beiden Opfer berichtet, heißt es immer ganz seriös „das Paar“. Ober bei zwei Männern oder auch zwei Frauen wird das immer zu „das Pärchen“ verniedlicht.

Ich will jetzt nicht die ganz große Keule rausholen und sofort wieder von Diskriminierung reden – aber so einen kleinen Beigeschmack von „dutzi-dutzi-dutzi, so eine Konstellation muss man nicht ganz ernst nehmen“ hat das ja doch.

Wobei – wenn ich jetzt so darüber nachdenke… Weiterlesen

Keen dutzi-dutzi-dutzi mehr

Dat is nu so een ode twee Weken her. Dor heff ik in de Tiedung över een Prozess leesen, deen düsser Tag een mookt ward, bi den de Staatsanwaltschap dinkt, datt he een Mann un sien Levenspartner brutal överfallen hett.

In den Artikel is vun de beiden Opfern jümmers as „dat Pärchen“ schnackt worrn. Ik heff mi doröver bannig wunnert. Dat is neemich jümmers so: Wenn so een Tiedungsartikel vun een Mann un een Froo as de beeden Opfers vertellt, dann heet dat ganz seriös „dat Paar“. Ober bi twee Mannslüüd oder ook bi twee Froonslüüd verniedlicht se dat jümmers to „dat Pärchen“.

Ik will nu nich de ganz grote Keul ruthol’n un sofort al wedder vun Diskriminierung schnacken – ober so’n lütten Bigeschmack vun „dutzi-dutzi-dutzi, so eine Konstellation muss man nicht ganz ernst nehmen“ hett dat jo doch.

Wobi – wenn ik dor nu so övernordink… Weiterlesen

So wird der Winter richtig schön…

Was war eigentlich zuerst da? Die Bäckerblume oder die Apotheken Umschau? Ist ja eigentlich auch egal, gelesen habe ich beide noch nie. Trotzdem sind kostenlose Zeitschriften in unserem Haushalt nicht unbekannt, man kommt daran ebenso wenig vorbei wie an den vielen Prospekten, die einem trotz Hier keine Werbung-Aufkleber immer wieder in den Briefkasten geschoben werden. Im Grunde genommen sind diese Blätter doch nichts anderes als zwanzig bis vierzig Seiten Werbung, sehr dünn hinter Pseudo-Journalismus versteckt, um den Weg zum Altpapiercontainer eventuell ein bisschen hinauszuzögern und die Werbebotschaften doch etwas besser an den Mann zu bringen als nur mit einem schnöden Toilettenpapier: 1,99 € – aber nur am Supersondermegaspecialeinkaufsdienstag. Weiterlesen