Superfood

Mit dem Saft von Zitronen kann man hervorragend putzen, Rote-Beete-Saft kann den Blutdruck senken, Kaffeesatz ist ein perfekter Geraniendünger, Reis hält Salz streufähig, Spargel regt die Libido an… Lebensmittel sind ja so vielseitig. Aber wie bei so manch anderen Dingen kann man es auch hier ziemlich übertreiben: Weiterlesen „Superfood“

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Chia-Chai-Chachacha

Man kann mir mit einigem Recht unterstellen, dass ich verdammt altmodisch bin. Die beste Musik gab es für mich in den 50ern und 60er, ich höre lieber Radio als fernzusehen, finde per se mit Löchern verkaufte Jeans albern, halte anderen Menschen die Tür auf und so weiter. Ich ruhe da auch durchaus mit einer gewissen Zufriedenheit in mir. Trotzdem gibt es Tage, an denen ich es selber begrüßen würde, etwas mehr up to date zu sein. Weiterlesen „Chia-Chai-Chachacha“

Natürlich koche ich selber!

Alle Jahre steht ein „Tatort“ ganz oben auf der Liste, wenn die Statistik veröffentlicht wird, wo im Haushalt sich die schlimmsten Unfälle zutragen. Es handelt sich natürlich um die Küche, und ebenso natürlich kommt in Sekundenbruchteilen nach dieser sensationellen Bekanntmachung jener geistreiche (???) Scherzkeks daher, der sich den Hinweis „und die meisten davon kommen in Form von Speisen auf den Tisch“ partout nicht verkneifen kann.

„Manche Leute haben in der Küche einfach nichts verloren“, folgt dann meist noch nach. Stimmt. Weiterlesen „Natürlich koche ich selber!“

Das Leben ist am schwersten…

… drei Tage vor dem Ersten.

Sagt der Volksmund.

Diesem sei an dieser Stelle erwidert: Von wegen! Denn an den besagten drei Tagen mag das Portemonnaie zwar in der Tat ziemlich leer sein. Das hat allerdings zur Folge, dass sich der schwerste Tag im allmonatlichen Kreislauf verschoben hat,  nämlich direkt auf den Ersten.

Zu den unbestreitbaren Vorteilen, sein privates Habitat in einem so genannten Szene- oder In-Viertel verorten zu können, gehört zweifellos die entsprechend ausgebaute Infrastruktur. In unserem Quartier sind wir in der Tat auch bestens versorgt. Fünfzehn Gehminuten sind es bis zum Hauptbahnhof, zehn bis zur Fußgängerzone der Innenstadt bzw. zum städtischen Theater nebst Opernhaus, und im Umkreis von nur fünf Minuten haben wir Zugang zu fünf Bushaltestellen, einer S-Bahn-Station sowie zu drei Stationen der der Stadtbahn. Weiterlesen „Das Leben ist am schwersten…“

Zeige mir deinen Gefrierschrank und ich sage dir, wer du bist!

Im Grunde besticht der Inhalt unseres Gefrierschranks nicht durch besondere Inhalte. Viel Gemüse, etwas Fleisch, ein Beutel Pommes, aber vor allem vorgekochte Mahlzeiten für hektische Tage, an denen die Zeit nicht reicht, sich stundenlang für etwas Frisches hinzustellen oder weil wir beide zur Mittagszeit außer Haus sind und nicht gemeinsam essen können.

Gerade diese selbstgemachten Fertiggerichte dürften für einen eventuell interessierten Besucher aber ein Grund sein, zweimal hinzuschauen. Mit ein bisschen Menschenkenntnis dürfte ihm die Klassifizierung sehr leichtfallen, was  mein Mann eingefroren hat und was von mir im Gefrierschrank verstaut wurde. Weiterlesen „Zeige mir deinen Gefrierschrank und ich sage dir, wer du bist!“

Ball paradox

Am vergangenen Freitag lag der Prospekt der Supermarktkette  X bereits im Hausflur und verhieß erlesene Gaumenfreuden für die Grillfans, erhältlich ab Montag, dem 27. April. Vom Wetter hat mein Mann sich noch nie abschrecken lassen – wenn er Lust drauf hat, wird der Grill angeschmissen, gegebenenfalls auch im Winter irgendwo am Ende der Welt bei Nacht, Blizzard und Stromausfall.

Deshalb wurde er am Montag dann auch prompt im uns nächstgelegenen Supermarkt der Kette X vorstellig, nur um sich sagen lassen zu müssen: „Tut mir leid – die Grillfackeln sind weg. Davon habe ich gerade die letzten verkauft.“

„Oh, um zwanzig nach zehn schon?“ erwiderte mein Mann. „Scheinen ja ein echter Renner zu sein. Aber dann haben Sie ja heute Nachmittag bestimmt wieder welche?“

„Nein, ich glaube nicht.“

„Dann morgen am Dienstag?“

„Nein, das wohl auch nicht. Moment, ich frag mal den Chef.“ (Verkäuferin geht in die hinteren Räume und kommt eine Minute später wieder). „Nein, die werden diese Woche nicht mehr nachbestellt.“

„Moment mal – Sie wollen mir ernsthaft erzählen, dass Sie Fleisch, das während der ganzen Woche im Angebot sein soll, nur heute, am Montagmorgen bis zwanzig nach zehn da hatten, und dann wird nicht mehr nachbestellt?“

„Richtig.“

„Aber warum?“

„Ist halt keine Grillsaison, wir werden das Zeug nicht los.“

„Ist klar – deswegen war es ja auch heute am ersten Verkaufstag schon um zwanzig nach zehn komplett ausverkauft. Aber das andere Grillfleisch ist noch da?“

„Natürlich – steht ja im Angebotsprospekt.“

Da hat mein Mann es aufgegeben und hat seinen Einkauf komplett in einem anderen Supermarkt der Kette X erledigt, von denen wir zum Glück drei in unmittelbarer Nähe haben. Dort hat er alles problemlos bekommen: „Natürlich haben wir das die ganze Woche da – die Grillsaison hat ja angefangen und es steht im Prospekt!“

Wir haben jetzt einen neuen Stammsupermarkt.