Das mach ich doch mit links!

„Immer das schöne Händchen geben.“

Düwel ook, was habe ich als Kind diesen Satz gehasst, wenn ich ihn – meist von ältlichen Tanten – um die Ohren gehauen bekommen habe. Als noch recht lütter Buttscher konnte ich einfach nicht verstehen, was an meiner linken Hand hässlich sein sollte. Sie war doch nur das gespiegelte Pendant zu meiner rechten: Sie konnte genau so gut Besteck bei Tisch halten, das Zähneputzen funktionierte bestens, Weiterlesen

Jingle… Toooooooor! (Hochdeutsch)

Jetzt ist es passiert! Ich habe immer gewusst, dass da nichts Gutes bei herumkommt! Diese ganzen echten und ausgedachten Feiertage bringen unserer Kinder früher oder später völlig durcheinander!

Gestern an der Grundschule bei uns gegenüber. Große Pause. Die Kleinen jagen sich, spielen Seilspringen oder so etwas wie „Schere – Stein – Papier“.

Vor allem sind sie laut.

Sehr laut sogar. Weiterlesen

Jingle… Toooooooor! (op Platt)

Nu is dat passeert! Ik heff dat jümmers wusst, datt dor nix Gotet bi rümkummt! Düsse ganzen echten un utdachten Fierdogs bringt uns Kinners freuher oder loter ganz dööreenanner!

Gistern, an de Grundschool bi uns gegenööver. Groote Pause. De Buttschers joogt eenanner, speelt Reepjümpen ode sowat as „Scheer – Steen – Papeer“.

Vöör all’n ober sünd se luut.

Bannig luut sogoar. Weiterlesen

Mehr Platz für Kinder

Es gibt immer wieder Dinge, die einen fassungslos den Kopf schütteln lassen.

Da bauen Menschen neben einer befahrenen Bahntrasse ein Häuschen – und klagen dann gegen die Bahn, weil die es doch tatsächlich wagt, ihre Züge weiterhin fahren zu lassen.

Ganz berühmt ist auch diese Geschichte aus Amerika, wo jemand ein Café verklagt hat, weil niemand ihm dort gesagt hat, dass heißer Kaffee heiß serviert wird und man sich übel verbrühen kann, wenn man sich das Zeug über die Beine kippt.

Am traurigsten finde ich immer, wenn zu lesen ist, dass wieder mal jemand erfolgreich gegen einen Sportplatz, eine Schule oder einen Kindergarten geklagt hat, so dass die Kinder von dem Ort, der doch eigentlich für sie gedacht war, verschwinden müssen. Diese Leute wissen ja gar nicht, was sie sich da selber verwehren. Gibt’s ein schöneres Zeichen von Vitalität und Lebensfreude als das Getöse spielender Kinder? Weiterlesen

School’s out…. NICHT

Man vergisst ja so schnell… Gestern morgen war ich richtig irritiert, als ab etwa zehn nach sieben der morgendliche Geräuschpegel in der Nachbarschaft erheblich anschwoll. Ein Geschreie, ein Gejohle, ein Gerenne von etwas, das sich wie hunderttausend Schuhe mit Schmirgelpapier unter den Sohlen anhörte.

Morgenmuffelig, wie ich nun mal bin, schwankte ich mit zu 3/4 geschlossenen Augen zum Schlafzimmerfenster, machte es dicht und wankte dann in die Küche. Ohne ausreichenden Koffeinspiegel im Blut ist man ja nur ein halber Mensch!

Mit dem ersten Kaffee in der Hand setzte ich mich auf den Balkon und vergaß den Radau erstmal wieder. Ein paar Stunden später, beim täglichen Telefonat mit meiner Schwester, fiel’s mir wieder ein und der Schleier der Verwirrung lüftete sich. Natürlich! Weiterlesen

Fragen, Fragen, Fragen

Jane Blond hat den Liebster-Award bekommen. Zu den Regeln dieses Blog-Staffelstabs gehört u. a., dass der Nominierte selbigen nach Beantwortung der gestellten Fragen seinerseits weiterreicht. Namentlich bin ich Weiterlesen

Plomben und Panhas

Was hat eine Kochwurst aus der ländlichen Küche mit einem dentalmedizinischen Füllmaterial zu tun? Ganz einfach: Vor einiger Zeit Weiterlesen

Bye, bye Ausbildungsbetrieb

Mein Neffe ist ein plietscher Kerl – schon jetzt kümmert er sich um eine Ausbildungsstelle ab Sommer 2016, obwohl sein letztes Schuljahr gerade heute erst begonnen hat. Er hat sich Gedanken gemacht, welchen Beruf er später ausüben möchte. Er hat sich Weiterlesen

Wo man singt…

Die letzten zwei Wochen vor den Sommerferien sind bei uns im Quartier immer die schönsten des Schuljahres. Nicht, weil man nun schon die Stunden zählen kann, bis es auf dem Schulhof gegenüber für sechs Wochen sehr ruhig wird. Sondern, weil gesungen wird.

Ist man in der Stadt unterwegs, sieht man oft Weiterlesen

Eisenbahnerlebnisse

Vi gør opmærksam at rygning på bil- og jernbanedæk er ikke tilladt… Ich liebe Dänisch, und ich will diese Sprache endlich lernen. Da ich das Ganze richtig anstellen und mehr als nur die typischen Touristensätze wie „Verzeihung, aber Ihr Alligator Weiterlesen

Umwege

Folgender Satz lief mir am Wochenende über den Weg: „Anstatt dich zu fragen, wann dein nächster Urlaub ansteht, solltest du dir vielleicht ein Leben aufbauen, von dem du keine Auszeit brauchst.“

Spontan stimmte ich dem Satz des Squidoo-Gründers Seth Godin zu, doch je mehr ich über diese Worte nachdachte, desto weniger fühlte ich mich wohl mit ihnen.

Mal angenommen, man lebt das Leben, das keine Auszeit nötig hat – führt das nicht auf lange Sicht dazu, dass man sich so sehr an diesen Zustand gewöhnt, dass man bequem wird und unzufrieden, weil einem die Herausforderungen abhanden gekommen sind?

Nein, tut mir leid, Herr Godin, aber meine Zustimmung hat sich mehr oder weniger aufgelöst. Ich denke, auch das „Leben, das keine Auszeit braucht“ benötigt diese sehr wohl von Zeit zu Zeit, denn dadurch erhält man die Chance, neue spannende Erfahrungen zu machen, die einem ohne den einen oder anderen Umweg nie begegnen würden. Zudem lehrt es Dankbarkeit und Zufriedenheit mit dem, was man hat, wenn man zurückkehrt.

Darum auf in eine neue Woche mit neuen Erfahrungen und Umwegen!