Veränderung

Veränderung gehört zum Leben wie das trashige zum Eurovision Song Contest. Man mag das nicht immer leiden, aber es ist immer dabei, ob du das nun willst oder nicht. Kann man nicht gegen machen.

Dieser Tage ist mein Mann ziemlich missgelaunt. Weiterlesen

Verännerung

Verännerung gehört to’t Leven as dat „trashige“ to’n Eurovision Song Contest: Een much dat nich jümmers lieden, ober dat ist jümmers dorbi, ob du dat nu wüllst ode nich. Kannst nix gegen moken.

Düsser Doge is mien Mann bannig füünsch. Weiterlesen

Stummes P

Den Rekord für die meisten gespielten Vorstellungen aller Zeiten hält mit über 25.000 Aufführungen das Kriminalstück The Mousetrap, das seit 1952 ununterbrochen jeden Abend in London aufgeführt wird.

Heißt es zumindest von offizieller Seite.

Inoffiziell möchte ich behaupten, dass mein Mann und ich diesen Rekord längst eingestellt haben, obwohl wir erst seit einundzwanzig Komma fünf Jahren bei der Sache sind.

Unser ganz eigener Theaterstoff heißt Weiterlesen

Hey, Taxi!

Wann ich zum ersten Mal einen Mercedes Diesel gestartet habe, weiß ich wirklich nicht mehr. Wahrscheinlich war ich so um die zehn oder elf. In unserem nicht gerade kleinen Clan gab es nämlich ein Taxiunternehmen, und dort hat meine Omma jahrzehntelang jeweils am Wochenende in der Zentrale gesessen und Funkgeräte und Telefone bedient. Für mich als ausgesprochenes Ommakind war es daher völlig normal, dass auch ich mindestens einen Tag meiner Wochenenden vorzugsweise auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle und Autowerkstatt verbrachte. Wenn meine Freunde ins Kino gingen oder gemeinsam mit ihren Vätern die Fußballübertragung im Radio hörten, während sie dabei den Gartenzaun strichen oder ihr Angelzeug putzten, Weiterlesen

Treppenhäuser for Future

Flurwoche, Treppenwoche, Scheuerwoche, Große Hausordnung, „Der lästige Scheiß“ – es gibt Dutzende Begriffe für eines der urdeutschesten Riten, nämlich die allwöchentliche Reinigung des Hausflures. Schwäbische Hausfrauen haben es darin zu unerreichter Perfektion gebracht, und im hohen Norden sind ganze Theaterstücke darüber geschrieben worden, in denen sich Leute unter anderem darüber auslassen, dass sie es als Beamtenfrauen nun wirklich nicht nötig haben, für ihre säumigen Nachbarn den Schietenkleier zu spielen.

Nun bin ich zwar auch Beamten… äh…

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Spukgeschichte

Eigentlich bin ich das, was man „Hart im Nehmen“ nennt. Also, wenn es um Gruselfilme/-bücher/-hörspiele geht. Splatterfilme finde ich zum Beispiel verdammt langweilig. Da, wo andere Leute kotzen gehen, wenn auf der Leinwand oder im Glotzkasten mal wieder ein Bauch aufgeschlitzt wird, greife ich erst recht nochmal in die Tüte mit dem Naschzeug. Denn eins ist ja wohl klar:

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Spökenkiekerei

Eenich bün ik dat, wat een so „hart in’t Nehmen“ nennt. Also, wenn dat um Gruselfilms/-beukers/-hörspielens geiht. Splatterfilms find ik to’n Bispeel aasig langwielig. Dor, wo anner Lüüd speien goht, wenn op de Leinwand ode in’n Glotzkasten mol wedder so’n Pansen opschlitzt ward, pack ik erst recht nochmol in de Tüt mit dat Schnatertüch. Denn eent is jo wull klor:

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Am Rande erlebt

War das jetzt gerade Torjubel? Nein, doch nicht. Zu schnell ist da nur wieder dieses unterschwellige Geräusch vieler durcheinander murmelnder Stimmen.

Obwohl ich gar kein Fußballfan bin, bin ich dennoch geübt darin, die Geräuschkulisse der Fans des lokalen Bolzvereins zu interpretieren, Weiterlesen

Lokalderby (Hochdeutsch)

Nee, was bin ich froh, dass der April vorbei ist. Ich muss dann immer an meine Dreißigerjahre denken: Für das Jungvolk unter dreißig bist du schon der alte Sack gewesen, und von den Leuten über vierzig hat man immer zu hören gekriegt: „Du bist ja noch so jung.“ Das ist wie eine zweite Pubertät gewesen – zu nichts und niemandem hast du wirklich dazugehört. Bloß die Pickel sind mir zum Glück erspart geblieben.

Der April ist genau wie diese zweite Pubertät – Weiterlesen

Lokalderby (op Platt)

Nee, wat bin ik froh, datt de April vörbi is! Ik mutt dann jümmers an mien Dörtigerjohrn dinken: För de Junggäst ünner dörtig büst du al de ole Sack wesen, un vun de Lüüd över veertig hest du jümmers to hörn kriggt: „Du büst jo noch so jung.“ Dat is as ’n tweete Pubertät wesen – to nix und nüms hest du weerklich bihört. Blots de Pickel sünd mi to’n Glück ersport bleven.

De April is jüst as düsse tweete Pubertät – Weiterlesen

Downtown (Hochdeutsch)

Okay – das muss ich zugeben: Vom Dortmunder Stadtzentrum als downtown zu reden, ist ein bisschen übertrieben. Ich meine, es ist hier nun wirlich nicht so lebendig, dass man von einem schieren Übermaß an „Großstadtmelodie“, „Tanz der Leuchtreklamen“ und „Neonschein“ reden kann, wie es Petula Clark vor über fünzig Jahren so nett besungen hat. Was hier die ganze Fußgängerzone darstellt, das ist in Hamburg nur eine Nebenstraße vom Bleichenviert oder in Berlin die zweite Reihe vom Kurfürstendamm. Selbst auf der langweiligen Kö in Düsseldorf ist mehr los. Das soll auf der anderen Seite jedoch nicht heißen, dass es hier langweilig ist: Weiterlesen

Downtown (op Platt)

Okay – dat mutt ik togeven: Vun dat Dortmunder Stadtcentrum as downtown to schnacken is’n böten wat överdreven. Ik meen, dat is hier nu wirklich nich so lebennig, datt een vun een schieret Övermaß an „Großstadtmelodie“, „Tanz der Leuchtreklamen“ un „Neonschein“ schnacken kunn, jüst as Petula Clark dat vör over fofftig Johrn so fein sungen hett. Wat hier ganze Footgängerzone is, dat is in Hamborg blots ’n Nebenstroot vun’t Bleichenveddel ode in Berlin de tweete Reeg vun’n Kurfürstendamm. Sölvs op de langwielige Kö in Düsseldorf is mehr lots. Dat schall op de annere Siet ober ook nich heeten, datt dat hier dreuhnig is: Weiterlesen

Valentinstag

Mein Mann und ich gehören nicht wirklich zu jenen, die um dem Valentinstag ein besonderes Geschiss machen. Warum auch? Jedes „Guten Morgen, Schatz“, jedes „Pass auf dich auf“, jedes „Komm, ich nehm dir die schwere Einkaufstasche ab“ sagt so viel mehr als der Strauß Blumen oder die Schachtel Pralinen am 14. Februar.

Am nächsten bin ich einem Valentinstagsgeschenk für meinen Mann gekommen, als ich ihm in unserem ersten oder zweiten Jahr zusammen den Gefallen getan habe,

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Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Nee, was fliegt die Zeit vorbei. Mir kommt es vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich die ersten Maiglöckchen geplückt habe, und jetzt sind schon wieder die ersten Türen der Adventskalender geöffnet. Nicht mehr lange und wir sind durch mit dem Jahr. Manche Dinge bleiben wie immer – Muttertag ist am zweiten Sonntag im Mai, Heiligabend ist am vierundzwanzigsten Dezember und so weiter. Es gibt aber auch ziemlich viel, das sich ändert. Beim Menschlichen, zum Beispiel: Alte Menschen gehen, Säuglinge werden geboren.

A propos alt und jung. Weiterlesen

Freuhling, Sommer, Harvst un Winter

Nee, wat fleegt de Tiet vörbi. Mi kummt dat vor as weer dat jüst gistern weesen, datt ik de ersten Maiglöckchen plückt heff, un nu sünd al wedder de eerten Döörn vun’n Adventskalender open. Nich mehr lang un wi sünd dör mit dat Johr. Mannige Saken blieven as jümmers – Mudderdog is an’n tweeten Sünndag in’n Mai, Hilligobend is an’n veeruntwinnigsten Dezember un so wieter. Dat giff ober ook bannig veel, dat sik ännert. Bi’t Minschliche, to’n Bispeel: Ole Lüüd geihn, jung Tittkinners weern born.

A propos ol un jung. Weiterlesen