Veränderung

Veränderung gehört zum Leben wie das trashige zum Eurovision Song Contest. Man mag das nicht immer leiden, aber es ist immer dabei, ob du das nun willst oder nicht. Kann man nicht gegen machen.

Dieser Tage ist mein Mann ziemlich missgelaunt. Weiterlesen

Verännerung

Verännerung gehört to’t Leven as dat „trashige“ to’n Eurovision Song Contest: Een much dat nich jümmers lieden, ober dat ist jümmers dorbi, ob du dat nu wüllst ode nich. Kannst nix gegen moken.

Düsser Doge is mien Mann bannig füünsch. Weiterlesen

Stummes P

Den Rekord für die meisten gespielten Vorstellungen aller Zeiten hält mit über 25.000 Aufführungen das Kriminalstück The Mousetrap, das seit 1952 ununterbrochen jeden Abend in London aufgeführt wird.

Heißt es zumindest von offizieller Seite.

Inoffiziell möchte ich behaupten, dass mein Mann und ich diesen Rekord längst eingestellt haben, obwohl wir erst seit einundzwanzig Komma fünf Jahren bei der Sache sind.

Unser ganz eigener Theaterstoff heißt Weiterlesen

Helden (hochdeutsch)

Der erste Held in meinem Leben, das muss so mit sechs oder sieben gewesen sein, war Timmy der Hund von den Fünf Freunden. Der hat immer heimlich eine Botschaft zur Polizei gebracht, wenn die vier Kinder mal wieder von den Ganoven gefangen genommen worden sind – oder er hat gleich zugebissen.

Über die Jahre haben sich meine Helden weiterentwickelt. Weiterlesen

Helden (op Platt)

De eerste Held in mien Leven, dat mutt so mit söss ode söben wesen sien, is Timmy de Hund vun de Fünf Freunde wesen. He hett jümmers himlich ’n Botschap no de Udls bracht, wenn die veer Kinners mol wedder vun de Spitzbuben gefangen nohmt worrn sünd – ode he hett glieks tobissen.

Över de Johrns hefft sik mien Helden wieterentwickelt. Weiterlesen

Herbstmalaisen

Kennt ihr noch Theo Lingen? Der hat immer so durch die Nase gesprochen, „näseln“ heißt das auch, und er hat dabei immer so fein und schick geklungen. Dieser Tage spreche ich auch durch die Nase, aber bei mir hört sich das nur krank an.

Kaum ist der Herbst ins Land gekommen, hat mich auch schon die erste Erkältung beim Kanthaken. So schnell ist das noch nie gegangen! Ich habe Kopfschmerzen, meine Füße sind kalt, aber meine Stirn ist heit. Wenn ich mich so im Spiegel betrachtet, ist es echt ein Wunder, Weiterlesen

Harvstmaleschen

Kennt ji no Theo Lingen? De hett jümmers so döör de Nees sproken, „genäselt“ heet dat ook, un he hett dorbi jümmer so fein un eisch klungen. Düsser Doge schnack ik ook döör de Nees, ober bi mi hört sik dat blots krank an.

Kaum is de Harvst in’t Land kamen, hett mi ook al dat eerste Verkeuhln bi’n Kanthaken. So fix is dat no nie nich gangen! Ik heff Koppien, mien Mandeln deihn weh, mien Fööt sünd kolt, ober mien Stiern is hitt. Wenn ik mi so in Speegel ankiek is dat echt ’n Wunner, Weiterlesen

Kringel

Eigentlich liegt es mir nicht, über die Jugend von heute abzulästern. Ich ertappe mich eh viel zu oft dabei, dass ich mich zu Sätzen hinreißen lasse, die auf das Motto „Früher ist das aber anders gewesen“ hinauslaufen.

Erst gestern habe ich mich wieder mal gewundert: Weiterlesen

Schiff ahoi!

Kennt ihr noch Butterfahrten? Das war früher bei einem Urlaub an der Ostsee nicht wegzudenken. Sich einmal für ein paar Stunden wie die feinen Leute beim Traumschiff fühlen, mit ’nem schnittigen weißen Schiff zur See fahren und dabei auch noch billig einkaufen, weil das Schiff in Internationalen Gewässern gefahren ist, und da hast du auf deinen Einkauf keinen Zoll und keine Steuern zahlen müssen.

Ich weiß, wovon ich rede – ich bin da in meiner Kinderzeit oft genug mitgefahren!

In den ganzen Kurorten an der Ostsee hat es damals ein zentrales Reisebüro gegeben. Außerhalb der Saison hast du als Einheimischer bloß deinen eigenen Urlaub irgendwo im Süden gebucht. Innerhalb der Saison ist das dickste Geschäft mit den Touris gemacht worden: Weiterlesen

Schip ahoi!

Kennt ji no Butterfohrten? Dat wor freuher nich ut’n Urlaub an de See wegtodinken. Sik eenmol föör’n poor Stünn’n as de feinen Lüüd bi’t Traumschiff feuhlen, mit’n snittiget wittet Schip no See fohrn un dobi ook no billig inköpen, wiel dat Schip in „Internationale Gewässer“ fohrn is, un denn hest du op dien Inkööp keen Toll un keine Steuern tohlen möten.

Ik weet, wovun ik schnack – ik bin do in mien Kinnertiet oft genuch mitfohrn!

In de ganzen Kurorten anne Ostsee hett dat domols een zentrolet Reisbüro geven. Buten de Saison hest du als Inheemischer blots dien eegen Urlaub jichtenswo in’n Süden bucht. Binnen de Saison is dat dickste Geschäft mit de Touris macht worrn: Weiterlesen

Spukgeschichte

Eigentlich bin ich das, was man „Hart im Nehmen“ nennt. Also, wenn es um Gruselfilme/-bücher/-hörspiele geht. Splatterfilme finde ich zum Beispiel verdammt langweilig. Da, wo andere Leute kotzen gehen, wenn auf der Leinwand oder im Glotzkasten mal wieder ein Bauch aufgeschlitzt wird, greife ich erst recht nochmal in die Tüte mit dem Naschzeug. Denn eins ist ja wohl klar:

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Spökenkiekerei

Eenich bün ik dat, wat een so „hart in’t Nehmen“ nennt. Also, wenn dat um Gruselfilms/-beukers/-hörspielens geiht. Splatterfilms find ik to’n Bispeel aasig langwielig. Dor, wo anner Lüüd speien goht, wenn op de Leinwand ode in’n Glotzkasten mol wedder so’n Pansen opschlitzt ward, pack ik erst recht nochmol in de Tüt mit dat Schnatertüch. Denn eent is jo wull klor:

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Lokalderby (Hochdeutsch)

Nee, was bin ich froh, dass der April vorbei ist. Ich muss dann immer an meine Dreißigerjahre denken: Für das Jungvolk unter dreißig bist du schon der alte Sack gewesen, und von den Leuten über vierzig hat man immer zu hören gekriegt: „Du bist ja noch so jung.“ Das ist wie eine zweite Pubertät gewesen – zu nichts und niemandem hast du wirklich dazugehört. Bloß die Pickel sind mir zum Glück erspart geblieben.

Der April ist genau wie diese zweite Pubertät – Weiterlesen

Lokalderby (op Platt)

Nee, wat bin ik froh, datt de April vörbi is! Ik mutt dann jümmers an mien Dörtigerjohrn dinken: För de Junggäst ünner dörtig büst du al de ole Sack wesen, un vun de Lüüd över veertig hest du jümmers to hörn kriggt: „Du büst jo noch so jung.“ Dat is as ’n tweete Pubertät wesen – to nix und nüms hest du weerklich bihört. Blots de Pickel sünd mi to’n Glück ersport bleven.

De April is jüst as düsse tweete Pubertät – Weiterlesen