Foodporn und Osmium

Reisetagebuch 2018 – Teil 2

Hamburg – Montag, 13.08.2018 – gegen 7:00 Uhr im Hotel

Aua! Aua! Aua!

Es gibt nichts bescheuerteres, als mit einem veritablen Muskelkater aufzuwachen. Aber warum habe ich den nur auf der linken Seite im Arm und Schulterbereich? Gut, ich habe gestern viel mit dem Kuli geschrieben, aber das mache ich doch als eine der wenigen Sachen mit rechts? Die Gabel beim Abendessen war nicht aus Osmium, und das Mineralwasser kam auch nur im 0,33er Glas, nicht in einer Dranktonne. Was habe ich denn gestern noch gemacht? Ausgepackt und den Koffer auf den Schrank gewuch…

Alles klar: Weiterlesen

Strandgut

Moin!

Im Moment hält mich das Manuskript zu meinem nächten Roman so sehr auf Trab, dass ich kaum dazu komme, hier längere Blogbeiträge einzustellen. Für ein paar kleine Beobachtungen, die ich wie bei einem Strandspaziergang aufgesammelt habe, reicht es aber immer noch: Weiterlesen

Botschap vun de annere Siet

Gistern heff ik in’n lütten Clip op de Fratzenfiebel-Siet vun BBC Radio Fief sehen, datt een jung Froo ut England sik en Tattoo op’n Puckel hett steken loten. Dat sieht so ut as de Diagramme in’t Fernsehen bi Navy CIS ode so – düsse Wellenlinien op ’n Computerglotzkasten, wenn se mol wedder ’n Telefonschnack vun Mörders un annere Spitzbuben unnersöken möten. Wenn de junge Froo dann düsset Tattoo mit een bestümmte App föör ehrn Ackerschnacker affilmt, wannelt sik dat wedder in Ton üm un se höört de laatste Noricht, de ehr Leevlings-Grootmudder ehr op den Anrufbeantworter schnackt hett bevöör se dood bleven is.

Ik geef dat giern to: Weiterlesen

Ach, du halt dein‘ Rand!

Reisetagebuch Hamburg, Juli 2017 – Teil 4

 

oder „Punkt-Punkt-Punkt-Komma-Strich“.

„Punkt-Punkt-Punkt“ deswegen, weil es trotz nur eines einziges Programmpunktes an diesem Tag so einiges gibt, das aufgrund von Überfülle aus dieser Erzählung ausgelassen werden muss.

„Strich“ sowohl wegen 2x „strichweise“. Nämlich erstens wegen der strichweisen Skizzierung (okay, diese Metapher ist sehr weit hergeholt) dessen, was Hamburg zu dem gemacht hat, was es ist. Und zweitens – zur Abwechslung gibt’s mal wieder Regen. Ebenfalls strichweise.

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Schockierende Entwicklung

Meine Mutter war sechsundvierzig, als mein Großvater sie eines Tages unvermittelt fragte: „Wie lange willst du das eigentlich noch machen?“

Worauf meine Mutter genau so wie wir anderen bei der freitäglichen Familienkaffeestunde vollkommen verständnislos aus der Wäsche guckte. „Was?“

„Na, diese moderne… äh, Musik.“

Es war 1995, und im Radio lief gerade Scatman. Ein Lied, bei dem meine Mutter recht lebhaft „mitging“, was für sie ein wenig ungewöhnlich war, aber auch bedeutete, dass ihr dieses Stück von Scatman John sehr gefiel.

Heute sind die Grenzen da ja ziemlich verschwommen und Greise hören Techno ebenso wie sich Teenager Tickets für den Musikantenstadl on Tour kaufen, aber vor zweiundzwanzig Jahren funktionierte die natürliche Trennung der Generationen im Bereich der Musik noch recht zuverlässig: Weiterlesen

Throwback Thursday 2016 – Teil 2

Auch wenn ich dank der beiden BBC Two-Wissenssendungen QI mit Stephen Fry bzw. Sandi Toksvig und Only Connect mit Victoria Coren Mitchell (hier noch nicht vorgestellt) in diesem Jahr tatsächlich mal wieder etwas mehr fern gesehen habe als in vergangenen, sind Hörspiele und Radiosendungen weiterhin meine Lieblingsunterhaltung neben der Leserei. Auch 2016 haben sich wieder ein paar besondere audiophile Leckerbissen angefunden: Weiterlesen

Wie würden Sie entscheiden?

Die Sache mit dem schwarzen Loch in der Waschmaschine haben mein Mann und ich bereits vor einer ganzen Reihe von Vollmonden geklärt. Es ist aber nicht so, als wären uns seitdem die Anlässe für engagierte Diskussionen ausgegangen.

Heute hat es mit England angefangen, Weiterlesen

Throwback Thursday 2015 – Kopfkino des Jahres

Am dritten Throwback Thursday vor Weihnachten habe ich 2014 meine Fernseh-Events des Jahres vorgestellt. Das war damals schon eine schwierige Angelegenheit, Weiterlesen

Plomben und Panhas

Was hat eine Kochwurst aus der ländlichen Küche mit einem dentalmedizinischen Füllmaterial zu tun? Ganz einfach: Vor einiger Zeit Weiterlesen

Zuviel von einer guten Sache…

… ist wundervoll. Hat Mae West behauptet. Ich behaupte hingegen, dass es ganz schön lästig sein kann. Im letzten Blogeintrag hatte ich ja freimütig bekannt, leidenschaftlich zu sein. Das gilt besonders dann, wenn Weiterlesen

Studien des Grauens

Gerade jetzt im Winter mache ich es mir gerne in meiner Kuschelecke kommodig und genieße eins meiner Hobbies – Hörspiele. Dabei haben es mir die englischen Stücke meiner Sammlung am meisten angetan, und hiervon ganz besonders die Serie Suspense von CBS Radio. Ich muss davon einfach mal erzählen, weil das Radiohörspiel a.) weltweit und b.) hierzulande trotz der großartigen Arbeiten von Bastian Pastewka (Sherlock Holmes, Paul Temple) leider eher ein Schattendasein fristet.

Während der „Golden Ära des Radios“ ins Leben gerufen, brachte Suspense von 1942 bis 1962 über zwanzig Jahre und 945 Episoden hinweg den Hörern allwöchentlich „Studien des Grauens, raffiniert ausgeklügelt, um Sie unter… SPANNUNG zu halten! (Studies in terror, well calculated to keep you in… SUSPENSE!)“.

Spannend waren die Geschichten in der Tat. Dabei fängt die Story immer so harmlos an. Weiterlesen