Lieblingsplätze

Moin!

Zum Feiertag heute mal nicht soviel Gesabbel von mir, sondern einfach ein paar Impressionen von Lieblingsplätzen in und um Hamburg, an die es mich immer wieder zieht. Einen schönen Feiertag!

Pfingstcollage 1

1. Reihe (v. l. n. r.): Die Fährverbindung zwischen Puttgarden und Rødby Færge / Orth auf Fehmarn / St. Pauli Landungsbrücken, Brücke 3

2. Reihe: Hansestadt Lübeck / Friedhof Hamburg-Ohlsdorf / Ostholstein zur Rapsblüte / Rosenstadt Eutin

3. Reihe: Ostseestrand bei Dahme / Planten & Blomen in Hamburg

Pfingstcollage 2

1. Reihe: Rund um die Alster / Kieler Förde (Blick vom Marine Ehrenmal Laboe)

2. Reihe: Museumshafen Oevelgönne / Leuchtturm von Dahme / Hans-Leip-Ufer, Hamburg / Treppenviertel Blankenese

3. Reihe: Hafen Hamburg – Blick vom Stintfang / Probstei / Rødby Færge

 

Hafengayburtstag

© 2014 by Gerrit Jan Appel

© 2014 by Gerrit Jan Appel

Der Hafengeburtstag gehört zu Hamburg wie der Hafen selbst. In diesem Jahr wird das 825. Wiegenfest begangen, und neben 300 Schiffen werden wie immer auch hunderttausende Menschen aus aller Welt erwartet, die an dem bunten Programm mit Schiffsbesichtigungen, Einlauf-/Auslaufparade, Regatten, Schlepperballett und zahlreichen Rahmenveranstaltungen teilnehmen. In diesem Jahr wird es, wie der Lokalpresse zu entnehmen ist, mit Harbour Pride erstmals einen reinen LGBT-Programmpunkt geben. Auf einem eigens reservierten Areal soll es Veranstaltungen wie auf der Gay Pride im August geben mit Travestie, Infoveranstaltungen und einem Gay Village.

Prima, da weiß ich schon, was nicht besuchen werde, wenn ich zum Hafengeburtstag in der Heimat weile. Nicht etwa, weil ich eventuell fehlende maritime Elemente beklage – statt im Discofummel treten die Travestiekünstler halt in Rollkragenpulli und weißen Leinenhosen auf, singen Ein Schiff wird kommen statt I Am What I Am und die Sache ist geritzt.

Der Punkt ist, dass ich diese Extrawürste (wie etwa auch den schwulen Abend beim Oktoberfest in München) hochgradig kontraproduktiv finde. Natürlich wird von allen Beteiligten nach außen propagiert, dieser Festivalbeitrag solle die Toleranz und Weltoffenheit der Stadt betonen, und hinter dem gemeinsamen Feiern stünde die Absicht, Vorurteile abzubauen. Nette Worte, würden sie in meinen Augen nicht durch die Art der Ausführung durch beide Seiten konterkariert. Wie kann ich denn gleichwertige Behandlung in der Gesellschaft erwarten, wenn ich es zulasse, dass ich durch eine solche Organisation eher als eine Besonderheit herausgestellt werde? Wirklich schade, dass die Veranstalter sich darauf eingelassen haben.

Auch für Hamburg an sich finde ich das Vorhaben – sollte es denn wirklich in dieser Art kommen – eher peinlich. Eine Stadt, die immer wieder mit ihrer Weltoffenheit prahlt, unterwandert doch ihre erklärte Absicht, wenn sie die schwulen Programmpunkte auf eine Stelle abseits des Hauptgeschehens zwischen Landungsbrücken und Chicagokai konzentriert, wodurch sie wie ein neu präsentiertes Gehege bei Hagenbeck wirken.

Los, Leute, setzt euch zusammen, hebt diese Abgrenzung auf und schmeißt alles in einen Pott. Nächstes Jahr beim Hafengeburtstag finden die Travestieacts dann an der Hafenmeile auf derselben Bühne statt wie die NDR-Livesendungen, und der Veranstalter für Gay-Kreuzfahrten hat seinen Stand direkt neben der Tourist-Info aus dem Gastland des Jahres. Dann ist es wirklich so bunt, wie es sein sollte, „un denn kiek ik mi dat ook bannig gern an“.