Spukgeschichte

Eigentlich bin ich das, was man „Hart im Nehmen“ nennt. Also, wenn es um Gruselfilme/-bücher/-hörspiele geht. Splatterfilme finde ich zum Beispiel verdammt langweilig. Da, wo andere Leute kotzen gehen, wenn auf der Leinwand oder im Glotzkasten mal wieder ein Bauch aufgeschlitzt wird, greife ich erst recht nochmal in die Tüte mit dem Naschzeug. Denn eins ist ja wohl klar:

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Spökenkiekerei

Eenich bün ik dat, wat een so „hart in’t Nehmen“ nennt. Also, wenn dat um Gruselfilms/-beukers/-hörspielens geiht. Splatterfilms find ik to’n Bispeel aasig langwielig. Dor, wo anner Lüüd speien goht, wenn op de Leinwand ode in’n Glotzkasten mol wedder so’n Pansen opschlitzt ward, pack ik erst recht nochmol in de Tüt mit dat Schnatertüch. Denn eent is jo wull klor:

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In Hamburg sagt man „Tschüß“

Reisetagebuch 2018 – Teil 6

Intercity 2213 Hamburg -> Dortmund, zwischen Bremen und Osnabrück – Freitag, 17.08.2018 – am Nachmittag

Wenn sich da mal nicht ein Kreis schließt. Der Urlaub endet, wie er auch begonnen hat: Geänderte Waggonreihenfolge, aufgehobene Sitzplatzreservierungen, und wieder habe ich meinen bei der Buchung eigens auf dem Waggonplan rausgesuchten Einzelplatz nicht bekommen. Stattdessen teile ich mir ein 1.-Klasse-Abteil mit fünf anderen Reisenden, die von der nicht funktionierenden Klimaanlage genauso „begeistert“ sind wie ich. Aber unsere Konstellation passt: Weiterlesen „In Hamburg sagt man „Tschüß““

Mit Familienanschluss…

… oder Wie meine Familie die DDR-Behörden austrickste.

Wie viele Familien hatte auch die meine Verwandte in der DDR, als diese noch existierte. Als die Mauer fiel, war ich gerade sechzehn, und es war ziemlich aufregend, wie einfach sich plötzlich die Familienbande pflegen ließen. Zuvor hatte man sich nur selten gesehen. Im Westen scheute man die Reise; zuviel hatte man über Autos gehört, die bei der Kontrolle von den Grenzern zwar auseinander-, aber nicht wieder zusammengebaut worden waren, und die pekuniäre Angelegenheit mit dem Zwangsumtausch war auch irgendwie blöde.

Die Verwandten von “drüben” wären gerne öfter zu Besuch gekommen, aber dafür musste es einen besonderen Anlass geben, wie etwa den runden Geburtstag eines sehr nahen Westverwandten, damit dem Wunsch auf Familienzusammenführung von staatlicher Seite stattgegeben worden wäre.

Aber es wurden viele Briefe geschickt und natürlich Pakete: Klamotten, Westlebensmittel, Spielzeug, Schallplatten und so weiter. Bücher von Westautoren waren auch beliebt. Natürlich musste der Lesestoff besonders sorgfältig ausgewählt werden, wurden Pakete doch regelmäßig darauf gefilzt, ob deren Inhalt auch keine Gefahr für den real existierenden Sozialismus darstellte. Es gab zum Glück einige Bücher, die eigentlich immer durchgingen. Weiterlesen „Mit Familienanschluss…“