Ich packe meinen Koffer…

„Hallo, Leute – es sind Ferien / Alle machen blau / Von Flensburg bis nach Oberammergau…“

Mit diesem fröhlich auf die Melodie von Jacques Offenbachs berühmten Cancan mit dem Namen Galop Infernal geträllerten Liedchen begann für mich und meine Altersgenossen vor einigen Dezennien die schönste Zeit des Jahres: Weiterlesen

Leser-Top-10, # 3

Die letzte Urlaubswoche in der Wortpüttscherei hat begonnen – und damit kommen wir auch zu den Kandidaten für das Siegertreppchen der kleinen Nostalgierevue. Viel Vergnügen! Weiterlesen

Leser-Top-10, # 4

So jung und schon so beliebt. *lach*

Platz 4 des Sommerferienrückblicks im Wortgepüttscher. Viel Spaß! Weiterlesen

Wie soll ich DAS meinem Biographen erklären?

„Treibt Sport, oder ihr bleibt gesund“ – dieser Stoßseufzer ist wohl jedem Sportler mal über die Lippen gekommen, der Opfer einer Malaise in Verbindung mit seiner Leibesertüchtigung geworden ist. Und was haben sie nicht alle für Heldenepen zu erzählen. Beim Radfahren in den Graben gefallen, und um gefunden zu werden, mussten sie von Hand das kleine Rädchen am Dynamo drehen, um so ein schwaches Glimmen der Lampe zu erzeugen. Beim Sportfischen von einem besonders wehrfreudigen Hecht mitgerissen worden und fast ertrunken. All so was.

Da komme ich mir jedes Mal richtig mickrig vor, wenn mir was passiert. Weiterlesen

Feuer und Pflaume

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich die Wirksamkeit von Rauchmeldern gepriesen habe. Ihr Geräusch geht einem ja auch wirklich durch und durch. Man ist sofort aufmerksam.

Gestern Abend zum Beispiel. Da saß ich in meiner kuscheligen Leseecke, als es auf einmal ertönte: Fiep-fiep-fiep-fiep…

Das Buch flog in die Ecke, ich sprang auf und stürzte zu meinem Gemahl ins Wohnzimmer: „Schatz, hier brennt’s irgendwo!“

„Ach, ja?“ Er zuckte nur desinteressiert mit den Schultern. Nach einem Blick auf den Fernseher wurde mir auch klar, warum:

Zwar hatte ich beim Lesen vage im Hintergrund mitbekommen, dass der Fernseher lief, doch mir war entgangen, dass mein Mann den Tatort als stinklangweilig empfunden (Wie jede Woche eigentlich – ich weiß gar nicht warum er das überhaupt immer noch einschaltet, aber das ist eine andere Geschichte) und auf das Dalli Dalli-Revival mit Kai Pflaume umgeschaltet hatte. Das Fiep-fiep-fiep-fiep war nur das Signal des Publikums gewesen, die Kandidatenleistung als „Spitze!“ empfunden zu haben.

Mit hochrotem Kopf kehrte ich zu meinem Buch zurück, während mein Mann sich kaputtlachte.

Reise nach Nairobi

20141002-01Der Weg durch Nairobi war lang und beschwerlich. Nicht nur, weil ich mich in Nairobi überhaupt nicht auskannte, sondern weil ich auch Verantwortung für meine Reisegruppe hatte: Für eine Giraffe, eine Hyäne, für eine Antilope, ein Flusspferd, einen Mandrill, ein Gnu.

Und für diesen Papagei. Diesen Scheiß-Papagei, der mir ständig um den Kopf flatterte und mit seiner schrillen Stimme Anweisungen gab. „Jetzt rechts. Nein, doch nicht, an der nächsten erst. Dann links. Noch etwas weiter gradeaus. Wo ist es nur? Ich finde es nicht. Der Weg ist so weit. Warum haben wir eigentlich nicht die Straßenbahn genommen? Mir tun die Flügel weh. Nein, da ist das falsche Krankenhaus. Wir müssen weiter. Noch weiter. Und jetzt….“

„Pauly, halt’s Maul!“ brüllte ich.

Doch das Vieh laberte und laberte und laberte.

Die Giraffe sorgte schließlich für Ruhe, als sie zu mir sagte: „Wir sind da, Kimba!“

Dankbar blickte ich nach oben. Sehr weit nach oben.

Endlich hatten wir das Krankenhaus erreicht, in dem unser Freund Kelly Fant lag. Der Elefant war beim Yoga ausgerutscht und hatte sich den Rüssel gebrochen.

Wir gingen rein. Die Giraffe hatte ein wenig Stress mit dem Paternoster, aber endlich hatten wir die Station im 23. Stock erreicht und standen vor der Rezeptionistin.

Sie war eine Nashorndame mit auf Marilyn Monroe-Kussmund geschminkten Lippen und einer Brille wie bei Dame Edna. „Sie wünschen?“

Da bin ich wach geworden. Schade. Der Traum fing gerade an, richtig interessant zu werden.