Schlag nach bei Goethe

Na, Altjahrsabend gut überstanden? Bei meinem Mann und mir ist da alles ganz ruhig und gelassen abgelaufen. Zwanzigachtzehn ist so ein turbulentes Jahr gewesen, dass wir auf die letzten Meter einfach keinen Bock auf großes Theater hatten. Mein Mann ist sogar um halb zehn in den Buntkarierten gewesen. Fünf Minuten vor Mitternacht habe ich ihn kurz geweckt, um Punkt zwölf hat es einen Kuss, beste Wünsche für zwanzigneunzehn und einen Schluck Sekt gegeben, und dann hat er sich wieder umgedreht. Ich selber habe die meiste Zeit gelesen, und als so gegen eins, halb zwei das Feuerwerk allmährlich weniger geworden ist, habe ich – genau so, wie ich das auch an Heiligabend mache – den Abend auf meine eigene Art zu Ende gebracht: Weiterlesen „Schlag nach bei Goethe“

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Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Nee, was fliegt die Zeit vorbei. Mir kommt es vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich die ersten Maiglöckchen geplückt habe, und jetzt sind schon wieder die ersten Türen der Adventskalender geöffnet. Nicht mehr lange und wir sind durch mit dem Jahr. Manche Dinge bleiben wie immer – Muttertag ist am zweiten Sonntag im Mai, Heiligabend ist am vierundzwanzigsten Dezember und so weiter. Es gibt aber auch ziemlich viel, das sich ändert. Beim Menschlichen, zum Beispiel: Alte Menschen gehen, Säuglinge werden geboren.

A propos alt und jung. Weiterlesen „Frühling, Sommer, Herbst und Winter“

Tickt nicht richtig (hochdeutsch)

Kennt ihr diesen Krimi Mord im Pfarrhaus von Agatha Christie? Da hatte der Pastor eine Uhr, die immer zehn oder fünfzehn Minuten vorging, damit er nicht zu spät zu seinen Terminen kam? Eben wegen dieser Uhr konnte in dem Buch auch bewiesen werden, dass der Pastor nicht der Spitzbube war, der den fiesen Colonel Protheroe gekillt hat.

In so einer Verlegenheit sind mein Mann und ich zwar nicht, aber so eine vorgehende Uhr ist ziemlich praktisch. Zum Beispiel, wenn man den Abschied von nicht so dollem Besuch voranbringen will: Weiterlesen „Tickt nicht richtig (hochdeutsch)“

… ist eine Himmelsmacht

Zwanzig Jahre zusammen. Zehn Jahre verpartnert. Und seit dem 11. September auch verheiratet. Mit einer kleinen Zeremonie haben mein Mann und ich nicht bloß unsere Eingetragene Partnerschaft endlich eine echte Ehe umgewandelt, wir haben uns auch nochmal richtig das Ja-Wort gegeben. Wir wollten aller Welt noch einmal zeigen, dass wir zusammengehören und wir das nicht bereuen, soviel Zeit miteinander erlebt zu haben.

Hat sich was verändert? Weiterlesen „… ist eine Himmelsmacht“

Heiß oder kalt?

Warm in der letzten Zeit, oder? Mancher scheint’s davon ziemlich in seinem Oberstübchen zu kriegen. Vorhin hat sich in der Straßenbahn jemand neben mich gesetzt und dabei Rudi CarrellsWann wird’s mal wieder richtig Sommer gesungen.Bei sechunsdreißig Grad Außentemperatur – ich will gar nicht wissen, welchen Temperaturen wir in der Bahn ausgesetzt waren! Zu seinem eigenen Glück ist der Typ nach einer Station wieder ausgestiegen, Weiterlesen „Heiß oder kalt?“

Jubiläum mit Hindernissen (hochdeutsch)

Zwanzig Jahre… Das ist dieser Tage so oder so eine Seltenheit geworden, dass zwei Menschenkinder so lange zusammen bleiben, aber bei zwei Mannsleuten ist das beinahe schon ein Fall für das Museum.

Tja, mein Mann und ich sind zwar nicht ins Museum gegangen, als wir neulich unser zwanzigstes Jubiläum gefeiert haben, aber wir sind an jenem sonnigen Sonntagmittag fein essen gegangen. Weiterlesen „Jubiläum mit Hindernissen (hochdeutsch)“

Sie sind hier (hochdeutsch)

Kennt ihr alle diesen Film Poltergeist? Da gibt es doch diese Szene, in der das kleine Mädchen mit den blonden Haaren vor dem Fernseher sitzt und bloß auf den „Schnee“ auf der Mattscheibe starrt. Als ihre Eltern dazukommen, sagt sie mit so einer ganz entrückten Stimme: „Sie sind hier.“ Und dann fängt der Stress für diese Familie erst richtig an. Habt ihr das schon mal gesehen?

Schon Shakespeare hat gewusst: Weiterlesen „Sie sind hier (hochdeutsch)“